Schülerzeitungsredaktion „Knuutsch“ zu Gast beim Europokalspiel des SSC Palmberg gegen Viteos Neuchâtel

17. März 2017
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© MidiGrafie

Die Schülerzeitungsredaktion Knuutsch der Werner-von-Siemens-Schule wurde durch die Provinzial als beste Schülerzeitung Mecklenburg-Vorpommerns ausgezeichnet.  Prämiert  wurde diese Auszeichnung mit einem Besuch des Europapokalspiels des SSC Palmberg. Im Anschluss daran durften die Redakteurinnen erste journalistische Fähigkeiten ausprobieren. Sie hatten die Möglichkeit einige Spielerinnen des SSC und ihren Trainer Felix Koslowski zu interviewen. Entstanden sind ein Artikel über das Spiel sowie ein Exklusiv-Interview mit Trainer Felix Koslowski.

SSC Palmberg problemlos ins Halbfinale

 In einem 65-minütigen, spannenden Spiel kämpfte sich die Spielerinnen von Felix Koslowski souverän und mit deutlichem Vorsprung gegen die Schweizerinnen  ins Halbfinale. Somit rückt der Traum, den Pokal nach Deutschland zu holen, ein Stückchen näher.

Die gut besuchte Palmberg-Arena bebte, als das Spiel begann. Obwohl die Schweizerinnen unmittelbar nach Anpfiff den ersten Punkt für sich gewinnen konnten, konterte der SSC direkt und gewann den ersten Satz mit 25:15. Besonders herausragend war hier das 10:7 für Schwerin, in dem beide Teams in einem nicht enden wollenden, sensationellen  Ballwechsel um den Punkt kämpften. Ein Angriff von Louisa Lippmann führte dann jedoch zum Punkt.

Schon am Anfang des zweiten Satzes bewiesen die Schwerinerinnen ihre herausragende Stärke und gingen mit  8:0 in Führung. Auch dieser Satz konnte mit 25:15 gewonnen werden.

Durch die zwei gewonnenen Sätze, die für den Einzug ins Halbfinale ausreichten, setzte Trainer Felix Koslowski nun die jüngeren Spielerinnen der Mannschaft ein, die hier ihr Können beweisen sollten. So nahm im dritten Satz Elisa Lohmann den Platz der Libera ein und überzeugte mit einer sehr guten Abwehr. Das Spiel endete mit einem 25:20 in einer jubelnden Palmberg-Arena.

Im Halbfinale wird der SSC Palmberg auf das türkische Team Bursa BBSK treffen. „Dieses Spiel wird auf jeden Fall das schwierigste, das wir bis jetzt hatten. Da müssen wir uns gut vorbereiten“, so Denise Hanke. Die US-Amerikanerin Ariel Gebhardt sah besonders im Angriff und in der Abwehr die Stärken ihres Teams. Obwohl für sie  die Türkinnen eine große Herausforderung im nächsten Spiel darstellen, zeigt sie  sich positiv und zuversichtlich darüber, dass der SSC Palmberg Europasieger werden kann.

Nach dem heutigen Traumspiel ist dieser Traum wohl in greifbare Nähe gerückt.

Artikel Laura Orthmann

SSC Palmberg-Trainer Felix Koslowski im exklusiven Interview mit der Schülerzeitungsredaktion

„Knuutsch“ der Werner-von-Siemens-Schule
Nach dem erfolgreichen Sieg (3:0) im Europapokalspiel  und dem damit verbundenen Einzug ins Halbfinale des SSC Palmberg gegen Viteos Neuchâtel durfte die „Knuutsch“-Redaktion Trainer Felix Koslowski interviewen.

Knuutsch:
Herzlichen Glückwunsch zum Sieg, wie war das Spiel für Sie als Trainer?

Felix Koslowski:
Ich denke, sehr gut, wir haben heute 3:0 gewonnen. Die ersten zwei Sätze haben wir sehr deutlich gewonnen und im dritten Satz hatte ich sogar die Möglichkeit jüngere Spieler von mir einzusetzen und im Europapokalspiel zu spielen. Ich bin sehr zufrieden, wir haben sehr konzentriert gearbeitet. Mehr kann sich ein Trainer nicht wünschen.

Knuutsch:
Wo haben Sie von Anfang an Stärken in Ihrem Team gesehen?

Felix Koslowski:
Ich denke, wir waren besonders im Abwehrbereich sehr stark heute. Im Tempo und Angriff waren wir den Schweizern heute einen Schritt voraus. Die Kombination aus sehr guter Abwehr und mit dem schnellen Angriff haben wir ihnen, glaube ich, sehr gut den Zahn gezogen.

Knuutsch:
Was sagen Sie eigentlich zu „Ihren Mädels“ in den Auszeiten?

Felix Koslowski:
Wenn wir Phasen haben, die gut funktionieren, erinnern wir oft daran, dass sie die Konzentration halten sollen und weiter alles genau machen, natürlich auch nochmal aufbauen und den Fokus hochschieben. Wenn es mal nicht so gut läuft, sage ich im Endeffekt genau das gleiche, aber da geht es mehr darum, das wir den Rhythmus in die Mannschaft reingeben, positiv zuzusprechen. Manchmal auch böse, es kommt im darauf an, warum wir gerade nicht gut spielen, ob wir keine Spannung haben oder wie man im Sport so schön sagt, wenn wir fest sind, dass wir nicht mehr so locker spielen können. Es kommt immer auf die Situation an.

Knuutsch:
Wie wichtig sind Ihnen Ihre Fans, wenn es mal nicht so gut läuft oder wie heute, wenn es besonders gut läuft?

Felix Koslowski:
Ich glaube, im Sport ist es immer wichtig, wenn es gerade mal nicht so gut läuft, dass man dann viel Unterstützung von draußen bekommt. Das wünscht man sich immer bei einem Heimspiel. Das macht auch die Heimstärke aus, von einer Mannschaft, wenn sie gutes Publikum hat und in den Phasen, wo es vielleicht nicht so gut läuft, dass dann die Unterstützung von den Rängen kommt, und dann vielleicht noch diese 15 Prozent aus uns rauszukitzeln. Das ist unglaublich wichtig. Und das ist eine Sache, die in Schwerin sehr gut funktioniert. Wir haben viele Zuschauer bei den Spielen. Wenn es gut läuft, dann sind wir eher im Flow. Dann nimmt man die Atmosphäre auch mit und das bringt auf dem Feld nochmal 10 – 15 Prozent.

Knuutsch:
Wie gehen Sie jetzt ins nächste Bundesligaspiel in zehn Tagen?

Felix Koslowski:
Also, ich bin vorbereitet (lacht). Wir haben jetzt das erste mal seit 3 – 4 Monaten, dass wir ein Wochenende frei haben. Die Spieler sind am Ende auch nur Menschen, auch junge Mädels im Endeffekt. Deswegen bekommen sie am Wochenende auch frei, damit sie die Spannung runterfahren können und auch mal abspannen können. Am Montag beginnen wir dann wieder mit dem Training. Es ist noch ungewiss, gegen we wir spielen werden, aber das entscheidet sich am Montag oder spätestens am Mittwoch. Wir trainieren natürlich sehr genau, physisch, taktisch und mental.

Knuutsch:
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Ihnen und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg mit Ihrer Mannschaft und dem gesamten SSC-Team.

Felix Koslowski:
Gern, es hat sehr viel Spaß gemacht.

Interview: Yamina Chabbi und Laura Orthmann


© Viviane Wilke

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