Schmerzhafter Punktverlust in Straubing

26. Oktober 2020
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© Foto Waldemar Singer

Das hatte sich der SSC Palmberg doch ganz anders vorgestellt, nach einem wie schon in Potsdam sehr wechselhaften Spielverlauf kann der SSC das Auswärtsspiel in Straubing zwar gewinnen, muss aber letztendlich mit dem 3:2 noch zufrieden sein.

Felix Koslowski musste im Spiel zunächst auf Kapitän Greta Szakmary verzichten, brachte dafür Nicole Oude Luttikhuis auf Außen, ihre Landsfrau Stoltenborg im Zuspiel und erstmalig Neuzugang Taylor Agost auf der Diagonalposition. Nach einer kurzen Findungsphase zu Beginn des Spiels spielte der Favorit vor fast leeren Rängen seine körperliche Überlegenheit aus. Speziell Taylor Agost war mit ihrer enormen Sprungkraft ein Punktegarant, auch Marie Schölzel zeigte wieder ihre aktuell überragende Form im Angriff, und so wurde der erste Satz mit 25:18 eine deutliche Angelegenheit.

Auch im zweiten Satz lief alles nach den Vorstellungen des SSC, inzwischen mit Lea Ambrosius für Lauren Barfield, setzte man sich mit 10:6 ab, und war beim 18:12 deutlich in Richtung Satzgewinn unterwegs. Und so bekam auch Romy Jatzko die Chance für Lina Alsmeier auf der Außenposition. Der Gastgeber wechselte bei diesem klaren Rückstand die „jungen Wilden“ mit Ismaili, Hänle, Schweigmann und Kettenbach ein, und die spielten aggressiv und unbekümmert. Und damit beeindruckte man sichtlich den SSC. Während auf Schweriner Seite vom Außenangriff nun gar nichts mehr kam, konnte man sich auf Taylor Agost verlassen, die allein in Satz zwei 9 Punkte erzielte. Doch selbst einen 22:17-Vorsprung konnte man aufgrund eigener Unzulänglichkeiten nicht ins Ziel bringen.

Der Gastgeber witterte nun Morgenluft und machte weiterhin viel Druck im Aufschlag und führte schnell mit 9:5. Besonders gegen Junioren-Nationalspielerin Ismaili fand das Schweriner Block- und Abwehr-System keine Einstellung. Im wohl schwächsten Satz der bisherigen Saison machte man es den Gastgeberinnen zu einfach auch den dritten Satz zu gewinnen. Allein die Tatsache, das die Schweriner Außenangreiferinnen in Satz zwei und drei nur mickrige 4 Punkte zusammenbrachte, zeigte das ganze Dilemma dieses Spiels.

Coach Koslowski appellierte an seine Spielerinnen und startete nun mit Denise Imoudu in den vierten Satz. Die Annahme stabilisierte sich wieder und so konnten mit Barfield und Schölzel unsere Mittelblocker kontinuierlich punkten. Eine schnelle 8:3-Führung verwaltete der Favorit bis in die Schlussphase. Doch dann wurde es noch einmal unnötig spannend, beim 24:20 war der Satz wohl bereits abgehakt, doch Straubing kämpfte unermüdlich weiter, Erinnerungen an Satz zwei erzeugten zusätzlichen Druck. Anne Hölzig verkürzte auf 23:24, ehe Lauren Barfield den SSC erlöste.

Auch im entscheidenden Tiebreak lag der SSC stets in Front, und wieder schienen beim 14:10 die Messen gelesen, doch zweimal Ismaili und ein direkter Annahmefehler machten es nochmal spannend. Erst Taylor Agost erlöste das Team mit ihrem 25. Punkt.

Bleibt zu bilanzieren, dass wir vor allem in den Schlussphasen der Sätze konsequenter arbeiten müssen. Und auch von dieser Stelle ein Kompliment an die jungen Gastgeberinnen für eine erfrischende, couragierte Leistung.

[OG]


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