Rückkehr zu einem neuen Verein

28. April 2020
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© Nicol Marschall

Als der SC Potsdam am 7. März 2020 vor ausverkaufter Halle in einem 5-Satz-Thriller den SSC Palmberg Schwerin schlug, war das auch der cleveren Taktik von Denise Imoudu zu verdanken. Was zu diesem Zeitpunkt keiner wissen konnte: Mit diesem Siegesrausch würde für die Zuspielerin und ihr Team die aktuelle Volleyballsaison zu Ende sein – und dass Potsdam in der nächsten Spielzeit wieder gegen Schwerin gewinnt, will sie nun um jeden Preis verhindern: Die 24-Jährige hat für zwei Jahre beim SSC unterschrieben und übernimmt damit den Regieposten von Namensvetterin Denise Hanke, die in der vergangenen Woche ihr Karriereende bekannt gab.

„Dieses letzte Spiel ist gefühlte Ewigkeiten her, überhaupt das Gefühl, am Ball zu sein. Und wann und wie die nächste Saison starten und aussehen wird, ist noch kaum vorstellbar. Es ist schon eine total komische, verrückte Zeit“, sagt Denise Imoudu. „Aber jetzt schon einen Vertrag für die nächste Saison zu haben, das gibt Sicherheit.“ Bereits 2013 bis 2015 hatte sie in Schwerin gespielt und hier auch ihr Abitur gemacht, war dann nach Hamburg, Potsdam, Aachen und noch einmal Potsdam gegangen. „Seit meinem letzten Lebensabschnitt in Schwerin ist so viel passiert, sowohl bei mir als auch beim SSC, dass es sich anfühlt, als würde ich zwar zurückkehren, aber zu einem neuen Verein“, meint sie. „Der SSC, der schon immer einer der professionellsten Vereine der Liga war, hat sich noch mal sehr weiterentwickelt, im Management, in der Organisation, natürlich auch bei der Mannschaft.“

Jetzt wird die Zuspielerin ein entscheidender Teil der weiteren Entwicklung sein, sagt Chefcoach Felix Koslowski: „Es kristallisiert sich immer stärker der spannende Mix an erfahrenen Spielerinnen und jungen Talenten heraus, mit dem wir den sich anbahnenden Generationenwechsel beim SSC meistern wollen. Denise ist ein wichtiger Baustein in diesem Puzzle, sie wird hier eine deutlich größere Rolle und mehr Verantwortung bekommen als zuletzt in Potsdam. Sie ist in den letzten Jahren auf ihren verschiedenen Bundesligastationen sehr gereift, ist eine sehr athletische, dynamische Spielerin mit nun schon einiger Erfahrung und ein perfekter Fit für uns und unser Spiel. Wir freuen uns sehr, dass sie den Weg zurück nach Schwerin findet und diese neue Ära mit uns einleitet.“

Ihrer Verantwortung und Aufgabe ist sich die neue Schweriner Regisseurin sehr bewusst. „Als Zuspielerin ist man der Kopf der Mannschaft, dafür verantwortlich, das Spiel in die richtige Richtung zu lenken. Da lernt man nie aus, aber in den letzten Jahren durch verschiedenen Vereine und Trainer habe ich schon viele Erfahrungen gesammelt. Du musst auch deine Leute kennen und zusammenhalten. Dafür habe ich ein ganz gutes Feingefühl.“ Das jetzt in Schwerin unter Beweis zu stellen, „fühlt sich ganz groß an, und auch sehr aufregend. Ich hab total Lust auf diese Herausforderung. Ich bin sicher, dass es mit dem Team und Felix gut passen wird.“ Sorgen, dabei kritisch an der Namensvetterin gemessen zu werden, in deren Fußstapfen sie tritt, hat Denise keine: „Die Vergleiche werden sicher kommen, aber damit mach ich mir keinen Druck. Ich hätte mich auch gefreut, noch ein Jahr mit Nisi zusammen spielen zu können und bin eher traurig, dass sie aufhört. Aber wir sind in Kontakt, und wenn ich ihre Hilfe brauch, weiß ich, dass sie da ist.“

Herzlich willkommen (zurück) in Schwerin, Denise!
Bleib gesund und guten Mutes in dieser Zeit – auf dass wir Dich bald in Schwerin begrüßen können!

ssc-intern [kawi]


© Nicol Marschall

© Eckhard Mai

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