Diese schon Tradition gewordene Veranstaltung wird vom Schweriner SC und dem Amt für Jugend und Sport der Stadt gemeinsam vorbereitet. Die Kosten für die Hallennutzung beispielsweise übernimmt die Stadt. Für Helmut Joachim heißt „Ball übers Netz“ u.a., die Ausschreibungen zu verfassen und zu versenden, die Spielpläne zu entwerfen sowie zum Schluss als Wettkampfleiter tätig zu sein. Bei der Vielzahl der Teilnehmer ist das kein leichtes Ding, wie er zugibt. Denn das Turnier muss in die Schulzeit passen und in dieser Zeit auch abgeschlossen sein. Viele Pausen zwischen den Spielen darf es nicht geben. Beim Turnier im Januar wurden 25 Runden auf vier Feldern gespielt. 6 Minuten dauerte ein Spiel, 2 Minuten die Pause. Einen Punkt bekam die Mannschaft, die den Ball so über das Netz geworfen bekam, dass er von der gegnerischen Mannschaft nicht gefangen werden konnte und auf dem Spielfeldboden landete.
Alles klappte wie am Schnürchen, auch weil Helmut Joachim Unterstützung bekam von den Volleyball-Trainern des SSC: Ingo Achtelik, Helga Gutte, Horst Holz und Dieter Melzer. Sie sprangen als Schiedsrichter ein, weil nicht genügend Helfer zur Verfügung standen. Natürlich geschieht das für die Volleyball-Trainer auch aus blankem Eigennutz. Denn der Wettkampf „Ball übers Netz“ ist für sie ein bevorzugter Sichtungstermin. Ein besonderes Auge werfen sie auf die Spielfähigkeit, die Bewegung, auf das Fang- und Wurfvermögen der kleinen Nachwuchstalente. Talenteförderung wird ja beim SSC groß geschrieben. Landestrainer Horst Holz ist bei diesem Turnier aufgefallen, „dass die Jüngeren in Breite und in der Vorbereitung besser geworden sind. Man sieht, dass die Sportlehrer gute Arbeit geleistet haben“, urteilt er. Vielleicht wird es in diesem Jahr noch ein weiteres Turnier dieser Art in Schwerin geben. Denn der Termin soll künftig vom Januar auf den September oder Oktober verlegt werde, um besser mit den Einschulungsterminen klar zu kommen.
Am besten schnitt übrigens bei diesem Turnier die Neumühler Schule ab. Sie belegte bei den Klassen 1 und 4 (männlich und weiblich) jeweils den 1. Platz und war auch bei den Klassen 2 (männlich) und Klassen 3 (weiblich) erfolgreich. Die Friedensschule eroberte sich bei den Mädchen, Klasse 2, und bei den Jungen, Klasse 3, die ersten Plätze.
Bericht: Wolfgang Schmidt)