Gewinnen können nur beide: der SSC die Punkte, die Youngsters die Spielerfahrung mit dem Tabellenführer. Vor dem Abstieg sind die VCO-Talente ja gefeit. Sie haben sich seit Saisonbeginn redlich Mühe gegeben, bei den Profis Punkte zu sammeln. Bis zum 9. 1. 13 war ihnen das nicht gelungen. Nicht mal ein Satzgewinn war drin. Dann aber schlugen die Schützlinge von Han Abbing zu. Die Thüringerinnen vom VfB Suhl waren in die Hauptstadt gekommen, um ihre Tabellensituation um jeden Preis zu verbessern (Platz 10, 10:12 Punkte). Doch die 18- und 19-jährigen Mädchen des VCO trumpften auf, blieben fast fehlerfrei in den Aufgaben, waren stabil in Annahme und Feldabwehr und zeigten sich variabel im Spielaufbau. Das alles ließ Suhl vermissen.  Und so kam es, wie es kommen musste. Der VCO schlug Suhl 3:2. Da überkam den jungen Spielerinnen ein „mega-geiles Gefühl“ und sie jubelten wie die Weltmeister. Ein Spiel wie dieses kann dann richtig Spaß machen. Am Ende der Saison ist für eine VCO-Spielerin nicht so sehr der Tabellenplatz entscheidend, sondern der Grad der individuellen Entwicklung, der es erlaubt, in die großen Vereine der Liga zu wechseln. So haben es mit Saisonbeginn u.a. Lena Geschwendtner geschafft, die nach Stuttgart ging, oder Mittelblockerin Celin Stöhr, die von den Roten Raben aus Vilsbiburg eingefangen wurde, oder Außenangreiferin Tanja Großer, die im VC Wiesbaden ihren neuen Verein fand.