Darauf hat Trainer Helmut von Soosten seine Mannschaft eingestellt. In einem Kurz-Trainingslager während der Olympia-Qualifikation wurden neue Sachen ausprobiert und die mannschaftliche Geschlossenheit gestärkt. Soosten ist sich sicher: „An einem guten Tag können die Mädchen auch stärkeren Teams gefährlich werden.“ Vor allem mit Spielerinnen wie Dominice Steffen, die zum Nationalteam gehört und als Diagonalangreiferin von ihren Gegenspielerinnen gefürchtet wird. Sie schaffte es beispielsweise mit ihren Schmetterschlägen im Liga-Spiel gegen den VCO am 2. Februar im 2. Satz aus einem 16:21-Rückstand ein 25:21 (neun Zähler am Stück) für Hamburg zu machen.
Der NA. Hamburg steht in seiner Vereinsgeschichte zum dritten Mal in einem Pokalfinale: 2003 gegen den Dresdner SC und 2004 in Schwerin gegen den USC Münster. Beide Male verlor Hamburg. Doch das hat den Ehrgeiz der Mannschaft nicht ruhen lassen, es erneut zu versuchen, den Pokal zu erobern. Mit einer glanzvollen Leistung am 27. Dezember 2007 schafften sie es, den 1. VC Wiesbaden und damit einen Meisterschaftsanwärter mit einem 3:1-Sieg aus dem Pokalwettbewerb zu werfen und das Endspiel zu erreichen. Die Schweriner Damen sollten auf der Hut sein, gerade weil sie das Hinspiel gegen Hamburg am 17.11.07 scheinbar so mühelos gewonnen hatten. Die jungen Wilden aus Hamburg haben Selbstvertrauen getankt und in der Feldabwehr sowie in der Blockarbeit große Fortschritte gemacht. Die nächsten Aufgaben für den Schweriner SC werden auch nicht leichter. Am 16. Februar geht es nach Suhl zum VfB (dem zweiten Pokalfinalisten) und am 23. Februar erwarten die Schweriner ihren schärfsten Mitfavoriten um die Meisterschaft, die Roten Raben aus Vilsbiburg.

SSC – Wolfgang Schmidt