Dabei lief es zunächst für den SSC ganz gut. Wiesbaden begann sehr nervös, Schwerin führte in Satz eins 4:0 und zog seine Kreise. Zwar produzierten die Gäste eine Reihe von Aufschlagfehlern, doch die Hessen waren keineswegs besser und kamen auch nicht im Angriff so gut durch wie der Pokalverteidiger. So ging der erste Abschnitt mit 25:17 klar an den SSC.

Doch dann schlichen sich bei den Mecklenburgerinnen in allen Bereichen so langsam wieder Fehler ein. Es wurde in Folge eine Partie mit Höhen und Tiefen. Bis zum 15:15 blieb es ausgeglichen. Doch drei Fehler hintereinander brachte Wiesbaden mit 18:15 in Front. Es entwickelte sich ein Krimi. Schwerin gab sich nicht auf. Beim 24:23 hatte der SSC den ersten Satzball. Diesen und weitere vier konnten die Schützlinge von Trainer Tore Aleksandersen nicht nutzen. Nach dem 29:28 machte der SSC drei Fehler und der Gastgeber gewann den Durchgang. Doch Schwerin kämpfte weiter, kam wieder ein bisschen besser ins Spiel, machte weniger Fehler und holte sich den dritten Abschnitt mit 25:21.

Doch dann verlor der Bundesliga-Spitzenreiter erneut den Faden. Die Angreiferinnen hauten ein ums andere Mal in den Block, schnell stand es für Wiesbaden 21:13. Doch irgendwie erholten sich die SSC-Damen und verkürzten auf 21:22. Aber das Aufbäumen kam zu spät.

Im Tiebreak lief dann auch nicht mehr viel zusammen. Die Gastgeberinnen enteilten auf 11:5 und ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Ein Block von Patricia Thormann landete zum 8:15 im Tiebreak und damit zur Pokalpleite im Aus.

Wiesbaden: Vaneckova, Osterloh, Lehmann, Schulz, Penha de Souza, Harry – Lourenco Delogu; Friedrich, Roß, Sampaio.

Schwerin: Weiß, Gollan, Kauffeldt, Thormann, Schlüter, Kryvarot – Dörendahl; Hanke, Kato, Kasperski, Gutsche.

Bild:Thorsten Felix