Pfeift endlich das Finale an!

19. April 2018
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© cornelius kettler

Alle fit, alle gesund, alle heiß auf den Kampf: Hibbelig und vorfreudig wie Kinder kurz vor Weihnachten hat der SSC Palmberg Schwerin die zwei spielfreie Wochen hinter sich gebracht, die zwischen den extrem starken Halbfinals gegen Dresden und nun der finalen Phase der Titelverteidigung gegen Stuttgart standen – am Samstag, 21. April um 19:30 Uhr geht es los. Das Mega Movies Schwerin wird dieses Spiel live im Kino übertragen.

„Wir haben die Zeit recht abwechslungsreich gestaltet, mit Regeneration, Training, auch einigen Teamaktivitäten, aber jetzt wollen wir endlich spielen“, sagt SSC-Chefcoach Felix Koslowski. „Uns alle erwartet ein supertolles Event mit den zwei stärksten Mannschaften der Liga, angesichts der vielen Nationalspielerinnen sogar auf internationalem Spitzenniveau.“ Noch letztes Jahr, als Tabellenerster der Hauptrunde, hatte der Trainer ein wenig bedauert, dass man sich nun noch einmal in den Playoffs beweisen müsste. Dieses Jahr ist dieser Modus hingegen ein Segen: „Für uns kann es jetzt natürlich nicht besser sein, als dass wir als Tabellendritter noch die Chance auf die Schale haben. Das ist schon der Reiz der Playoffs.“

Die Vorfreude darauf kann nichts trüben, nicht, dass die Finalserie ihren Schwerpunkt in Stuttgart haben wird, nicht die weiten Reisen, nicht die stets verschiedenen Anpfiffzeiten. „Das Adrenalin ist so hoch, Hauptsache, es geht endlich los. Holt mich morgens um sechs aus dem Bett und ich bin voll da!“, sagt Zuspielerin Denise Hanke, die im Übrigen gegen Dresden bereits 250 Bundesligaspiele für den SSC bestritten hat. 100 Spiele sind es auch schon bei Jennifer Geerties. Gefragt, ob Druck oder Ehrgeiz, das Finale zu gewinnen, überwiegen, sagt die SSC-Kapitänin: „Den Druck hatten wir vorm Halbfinale, da war die Nervosität auch hoch. Jetzt ist das bestimmende Gefühl eindeutig die Vorfreude.“

Ein mutiges, aggressives Spiel ist aus Sicht des Titelverteidigers die Grundlage dafür, diese Duell-Serie, in der laut Felix Koslowski „alles passieren kann, die Chancen stehen 50:50“, für sich zu entscheiden. Spätestens nach den Halbfinals gegen Dresden dürfte niemand mehr daran zweifeln, dass das Team die nötige Konsequenz und Nervenstärke besitzt. Dass der Coach dafür primär auf seinen bewährten Stammsechser setzen wird, ist kein Geheimnis, „was anderes würde uns eh keiner glauben. Aber alle Spielerinnen sind bereit, ihren Teil beizutragen, wie sie schon in der Saison bewiesen haben, wenn es darauf ankam.“ Taktische Feinheiten, die den Rest besorgen müssen, werden natürlich nicht verraten. Alles, was man für eine optimale Vorbereitung tun konnte, habe man getan und könne damit „relativ unbeschwert in die Serie gehen“, bekräftigt Felix Koslowski.

Einen Zahn kann der Trainer den Fans, die rechnen, dass man mit einer (in Kauf genommenen…) Niederlage in den ersten drei Spielen die Meisterfeier am 1. Mai in der Palmberg Arena steigen lassen könnte, definitiv ziehen: „Sowas werden wir ganz sicher nicht tun! Das liegt auch gar nicht in unserer Hand. Es ist uns echt total egal, wo wir vielleicht feiern, uns interessiert jetzt nur ein Spiel nach dem anderen.“

So spielt der SSC das Meisterschaftsfinale

Spiel 2 bis 4 werden live auf SPORT1 übertragen. Alle Spiele sind im Livestream auf sportdeutschland.tv zu sehen. Für das Heimspiel am 25. April sind nur noch wenige Rest-Stehplatzkarten zu haben. Der Start für den Ticketverkauf eines möglichen weiteren Heimspiels am 1. Mai wird bekanntgegeben, sobald die Partie feststeht.

ssc-intern [kawi]


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