"Ich bin mit dem 3:0 zufrieden. Allerdings noch nicht mit dem kompletten Spiel meiner Mannschaft. Da fehlen ein paar Kleinigkeiten", sagt Schwerins Trainer Tore Aleksandersen. Das glatte Ergebnis tut dem SSC in der Tat sehr gut, da auch Dresden am späten Montagabend mit 3:0 in Leverkusen gewonnen hat. Jeder Satz kann am Ende der Saison entscheidend für den Meistertitel sein. "Wir stehen weiter kurz vor dem Ziel, müssen es nur gnadenlos ausnutzen", so der Norweger. Er und sein Team haben noch alles selbst in der Hand.

Gegen Suhl hatten die SSC-Damen nach anfänglichen Schwierigkeiten den Rhythmus gefunden, drehten ein 15:20 noch in ein 28:26. Was die Schwerinerinnen an diesem Abend in der Feldabwehr herausholten, war schon von der besseren Art und Weise.

"Wir reden hier nicht über Not oder Elend"
Doch Tore Aleksandersen wäre nicht er selbst, wenn er nicht ein paar Unzulänglichkeiten entdeckt hätte. "Im ersten Satz zum Beispiel leisteten wir uns sieben Touch-block-out-Punkte (vom Block ins Aus – d. A.), bekamen Punkte die Linie entlang. Da waren wir zu nachlässig. Dann haben wir uns aber auch da gesteigert. Es geht einfach darum, dass die Mädels mit Disziplin im technischen und taktischen Bereich spielen. Dann wird es für jeden Gegner schwer, uns zu schlagen", so der Norweger, der ein Perfektionist ist. Er weiß das. Aber er sagt auch ganz klar: "Dieser Perfektionismus ist der Schlüssel zum Erfolg. Wir reden hier nicht über Not oder Elend, sondern über gut, sehr gut und perfekt. Ich würde dies von meiner Mannschaft nicht verlangen, wenn sie nicht dieses Riesenpotenzial hätte und nur durchschnittlich wäre", betont der 40-Jährige.