Entsprechend hat Trainer Tore Aleksandersen für die ab Freitag anstehenden vier Spiele in elf Tagen – danach geht es in eine knapp dreiwöchige Pause wegen des World-Cups in Japan – nur einen Mini-Kader zur Verfügung. Aber kurzfristige Aktivitäten auf dem Transfermarkt schließt man beim SSC (noch) aus: "Es ist auch eine wirtschaftliche Frage", meint Aleksandersen. "Selbstverständlich reden wir über die Möglichkeiten, die wir haben. Wir schauen natürlich auch, wer gerade zur Verfügung steht, aber wir kaufen niemanden ein nur um des Kaufens willen."

Den Schwerinerinnen kommt der derzeitige Terminkalender des 1. VC Parchim in der zweiten Liga sehr entgegen: An diesem Wochenende ist spielfrei, in einer Woche geht es sonnabend gegen Essen und sonntags nach Köpenick. Erstligist SSC dagegen spielt in den kommenden elf Tagen im Rhythmus Freitag – Montag: Zu Hause gegen den VC Olympia, in Dresden, gegen Sonthofen und gegen Wiesbaden. "In unserer zweiten Mannschaft (gemeint ist Parchim, d. A.) stehen etliche gute Spielerinnen, die uns in der jetzigen Situation helfen können. Zum Glück gibt es momentan keine Terminkollision mit Parchim", sagt Aleksandersen.

Für den Norweger ist es auch von Vorteil, dass wegen Live-Übertragungen im Digital-TV die Partien in Dresden und gegen Wiesbaden vom Sonntag auf den Montag gelegt wurden: "Da können wir am Sonntag noch einmal zusätzlich trainieren und möglicherweise Dinge korrigieren, die wir am Freitag nicht so gut gemacht haben."

Die Personal-Misere hat übrigens auf Auswirkungen auf die japanische Probe-Trainiererin Rei Kato: Ob der Libero bleiben darf, will man beim SSC wohl in der kommenden Woche entscheiden. Möglicherweise würde sie ja Mittel blockieren, die man vielleicht doch lieber in eine zusätzliche Außenangreiferin investieren würde.