Nach der Normalrunde lagen Schwerin als Tabellenführer, der Dresdner SC als Zweiter und die Roten Raben aus Vilsbiburg punktgleich (30:10) in Front. Suhl war mit zwei Zählern Rückstand in Lauerstellung. Spannung pur ist angesagt. Im vergangenen Jahr gingen die Sachsen mit vier Zählern Vorsprung und 2006 der Schweriner SC sogar mit sechs Punkten Vorsprung in die Meisterrunde. Beide holten sich dann jeweils den Titel.

"Wir wollen alle zehn Spiele gewinnen und Meister werden", definiert Schwerins Trainer Tore Aleksandersen das Ziel. Alles andere wäre auch schwer zu vermitteln. "Wenn wir die Ergebnisse der Normalrunde sehen, bin ich durchaus optimistisch. Es wird aber sehr schwer", so der Norweger. Schließlich habe seine Mannschaft nur mit 2:3 in Suhl und mit 2:3 zu Hause gegen Dresden verloren, wenn man die Resultate der unmittelbaren Konkurrenten um den Titel heranzieht.

Titelverteidigung angestrebt: "Alles andere wäre lächerlich" Am Montag um 20.15 Uhr mit dem Heimspiel gegen den 1. VC Wiesbaden wollen die Schwerinerinnen wieder mit dem DSC gleichziehen. Das Team von Trainer Arnd Ludwig startete bereits am Mittwochabend in die Meisterrunde, da es an diesem Wochenende im Final Four des Challenge Cups spielt. Der amtierende Meister bezwang zum Auftakt die Thüringerinnen klar mit 3:0 (18, 20, 17). Der Vorteil liegt damit erst einmal bei Dresden. "Wir haben uns die Titelverteidigung auf die Fahnen geschrieben, alles andere wäre lächerlich", kündigte DSC-Manager Wolfgang Söllner in Dresdens Medien an. Doch auch Suhl gibt noch nicht auf. "Wir haben noch neun Spiele. Es ist noch nichts verloren", sagt VfB-Trainer Han Abbing. Auch Vilsbiburg wird sich so schnell nicht geschlagen geben.

Interessante Rollen könnten jedoch Wiesbaden und Leverkusen zukommen. Chancen auf den Titel haben beide wohl nicht mehr, aber sie könnten das Zünglein an der Waage spielen. Davon können besonders Schwerin und Dresden ein Lied singen. Gerade Bayer stellte sich in der Normalrunde für die Titelaspiranten als Stolperstein dar. Schwerin verlor in Leverkusen 2:3, die Sachsen kassierten gar zu Hause ein klares 0:3 gegen die Rheinländerinnen.

Also für Spannung ist gesorgt, wenn es ab Montag für den SSC ernst wird. Und eine Rechnung haben die Aleksandersen-Schützlinge besonders mit dem Dresdner SC noch offen. Seit Oktober 2005 konnten die MV-Landeshauptstädterinnen vor eigenem Publikum nicht mehr gegen das Ludwig-Team gewinnen. In der Entscheidungsrunde soll das endlich wieder einmal geschehen. Am 26. April, dem letzten Spieltag, treffen die beiden in Schwerin aufeinander. Vielleicht kann dann ja der SSC mit einem Heimsieg den Titel perfekt machen…

Foto – Reinhard Klawitter :
Trainer Tore Aleksandersen schwor im Training die Volleyballerinnen des Schweriner SC auf die Meisterrunde ein.