Lehrreicher Abend in Dresden

7. Dezember 2017
Neuigkeit teilen:

© Eckhard Mai

Nun ist es also doch passiert, der SSC Palmberg verliert sein erstes Spiel seit der Challengecup-Heimniederlage gegen Bursa am 29.3.2017 und zieht gegen einen gut aufgelegten DSC mit 2:3 den Kürzeren.

Das die Niederlage am Ende völlig unnötig war, darüber war man sich im weiten Rund wohl einig. Der deutsche Meister hatte es selbst in der Hand bei drei Matchbällen Ende des vierten Satzes den berühmten Sack zuzumachen, scheiterte jedoch an eigenen Unzulänglichkeiten.

Doch der Reihe nach, Dresden begann überraschend mit Madi Bugg im Zuspiel und der zuletzt lange verletzten Ivana Mrdak auf der Mittelblockposition. Nach ausgeglichenem Beginn war es eine kleine Aufschlagserie von Lauren Barfield die den SSC von 13:13 auf 17:13 davonziehen ließ. Diesen Vorsprung gab man dann bis zum Satzgewinn nicht mehr her.

Das der Damenvolleyball ab und an kuriose Spielverläufe hat, zeigt der zweite Satz. Die Gäste hatten einen völligen Blackout. Die Annahme brach ein und im Angriff machte man aus 29 Angriffen mickrige 4 Punkte. Das 7:25 glich wirklich einem Desaster, auch die zahlreichen Wechsel brachten keine Besserung. Dresden glich zum 1:1 aus.

Doch in der Satzpause hatte Coach Koslowski wohl die richtigen Worte gefunden. Der Meister führte über den gesamten dritten Satz hinweg, speziell Louisa Lippmann war nicht zu stoppen und machte allein im dritten Satz 11 ihrer am Ende 27 Punkte.

Ein ähnlicher Verlauf im vierten Satz, Schwerin ständig in Führung, beim Stand von 19:15 und später 21:18 schien der Sieg zum Greifen nahe. Doch selbst beste Gelegenheiten im Angriff konnten bei den anschließenden 3 Matchbällen nicht genutzt werden. Dresden fightete sich unter ohrenbetäubender Unterstützung in der ausverkauften Margon-Arena zurück und die starke Mrdak brachte Dresden in den Tiebreak. In diesen startete der SSC furios mit 5:2, bis zum 9:7 war man auf der Siegerstraße, um durch Eigenfehler den Tiebreak und damit auch das Spiel herzuschenken.

Trotzdem kann man positiv in Richtung Pokalhalbfinale schauen, denn trotz mäßiger Leistung und sehr hoher Fehlerquote war man doch an einem Sieg dran. Die Probleme des Spiels gilt es nun schnellstmöglich abzustellen, um in den kommenden Spielen wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden.

ssc-intern [OG]


© Eckhard Mai

© Eckhard Mai

© Eckhard Mai

Neuigkeit teilen: