Der Frust über die verpasste Pokalchance hat sich bei den Mädels des Schweriner SC hoffentlich bis zum Sonntag gelegt. Denn dann geht es zu ungewohnter Spielzeit (14.30 Uhr) weiter in der Bundesliga. Und wieder ist es ein Auswärtsspiel, diesmal in Münster.

 

Am Berg Fidel herrscht ausgelassene Vorfreude auf dieses Spiel. Hatte man doch erst am Mittwoch den SC Potsdam mit dem 3:1 aus dem Pokalwettbewerb geworfen und selbst das Halbfinale erreicht. Das wird ebenfalls in der Halle am Berg Fidel ausgetragen. In der laufenden Bundesligasaison war der USC zu Hause bisher nicht so stark. Drei Heimspiele gingen verloren. Rang 7 der Tabelle ist der momentane Stand.

 

Doch die Begeisterung über das Erreichen des Halbfinales im DVV-Pokal hat der Mannschaft einen gewaltigen Schub gegeben. Zum ersten Mal seit 2006 bestreiten die Unabhängigen aus Münster wieder ein Halbfinale. Davor war Münster der erfolgreichste deutsche Pokalgewinner (sechs Titel seit 1991). Nun soll in Münster erneut ein Volleyballtraum wachsen. So wie sich das Team im Pokalfight gegen Potsdam präsentierte, will es sich auch dem deutschen Rekordmeister Schweriner SC stellen: mutig und entschlossen.

 

Diese Entschlossenheit wird ebenso beim SSC von Nöten sein, um die weiße Weste in der Bundesliga nach sieben Spielen beizubehalten. Im Pokalspiel gegen Stuttgart ließ das Angriffsspiel des SSC diese Entschlossenheit vermissen. Bezeichnend dafür ist, dass Mittelblockerin Yvon Belien die meisten Punkte für Schwerin machte, nicht aber die Außenangreiferinnen. Das alles wird bis zum Sonntag aufzuarbeiten sein, bevor die Bälle am Berg Fidel fliegen.