Kämpferisches Comeback bleibt unbelohnt

21. November 2020
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© VC Wiesbaden - SSC Palmberg Schwerin | 21.11.2020 | 1. Volleyball-Bundesliga | Foto: Detlef Gottwald | www.detlef-gottwald.de

Weniger als 48 Stunden nach dem fulminanten 3:1 Sieg über den Dresdner SC und dem Einzug ins DVV Pokalfinale mussten die Damen von Felix Koslowski auswärts beim VC Wiesbaden in der Bundesliga antreten. Viel Zeit zum Feiern blieb den Schwerinerinnen nicht, als sie am Freitag die 8-stündige Busfahrt nach Wiesbaden antraten. Dass der Gastgeber der Partie eine Woche spielfrei hatte und die SSC-Damen 3 Spiele in 4 Tagen absolvierten, hat Spuren hinterlassen und war unserer Mannschaft von Beginn an anzumerken.

VC Wiesbaden Coach Sossenheimer überraschte die Schweriner mit der Startaufstellung und brachte die eigentliche Diagonalspielerin Frauke Neuhaus auf ungewohnter Position im Außenangriff. Geplant als Entlastung in der Annahme, zeigte Neuhaus vielmehr im Angriff ihre Qualitäten und steuerte mit insgesamt 20 Zählern die meisten Punkte zum knappen 3:2 Sieg der Hessinnen bei. Den ersten Satz dominierte der VCW von Beginn an und konnte die Führung bis zum 25:21 Satzgewinn durchgängig halten. Auch wenn Felix Koslowski mit Femke Stoltenborg, Nicole Oude Luttikhuis und Taylor Agost startete, allesamt Spielerinnen, die in den vergangenen Pokaltagen wenig Einsatzzeit hatten, schienen die Akkus leer und der Wiesbadener Satzgewinn zu keiner Zeit gefährdet.

Auch im zweiten Durchgang waren die Wiesbadenerinnen hellwach und nutzten jede Chance zu Punkten. Die Angriffe des SSC hingegen wurden nur allzu oft durch die ehemalige Schwerinerin und wertvollste Spielerin der Partie Justine Wong-Orantes ausgegraben. 25:21 endete der zweite Satz zugunsten der Gastgeber, auch wenn mit der Einwechslung von Denise Imoudu und Lina Alsmeier neuer Wind ins Spiel des SSC kam. Mit dem Rücken zur Wand und einem 0:2 Satzrückstand kamen Taylor Agost und Kapitänin Greta Szakmary mit ihren Angriffen nun besser zum Zug und auch der Schweriner Block – insgesamt 16 Punkte – konnte sich enorm steigern, sodass Satz 3 mit 22:25 an den SSC ging. Gewillt zu kämpfen, selbstbewusst und gewohnt durchschlagkräftig steigerte sich das Team von Felix Koslowski in Durchgang vier nochmals und auch taktische Wechsel des VCW brachten den SSC nicht aus der Bahn. Der Satz ging mit 18:25 verdient an die kämpfenden Schwerinerinnen, die somit das Spiel noch einmal offen halten konnten.

Der Tie-Break sollte nun über den Sieg entscheiden, der SSC kam gut in diesen kurzen Satz und führte zum Seitenwechsel mit 3 Zählern. Schnelle Angriffe der Schweriner Diagonalen Taylor Agost, die als beste Spielerin der Gäste ausgezeichnet werden sollte, waren ein Punktegarant zur Beginn des 5. Satzes. Der VCW konnte jedoch kämpferisch zum 12:12 aufschließen, brachte im Zuge dieser Aufholjagd die anschließenden 3 Angriffe von Neuhaus, Bjerland und Vedder im Feld des SSC unter und entschied die Partie schlussendlich mit 3:2 für sich.

Auf die, in dieser Saison so stark aufspielende, Mittelblockerin Marie Schölzel muss der SSC nach heutigem Stand noch mindestens bis Mitte Dezember verzichten. Ihr sei nach dem Riss zweier Bänder im rechten Fußgelenk an dieser Stelle nochmals gute Besserung gewünscht! Lea Ambrosius, für Schölzel schon im Pokalhalbfinale ins Team gerückt, hat ihre Sache in Wiesbaden sehr gut gemacht und war mit insgesamt 6 Punkten erfolgreichste Blockspielerin auf der Schweriner Seite des Netzes. Jetzt heißt es für die Damen des SSC die 1-wöchige Pause bis zum nächsten Bundesligaspiel gegen den VfB Suhl Lotto Thüringen effektiv zur Regeneration nach diesem Spielemarathon zu nutzen und die Akkus schnell wieder aufzuladen.


© VC Wiesbaden - SSC Palmberg Schwerin | 21.11.2020 | 1. Volleyball-Bundesliga | Foto: Detlef Gottwald | www.detlef-gottwald.de

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