In dem von Radek Krpac geführten  Kader standen neben den erfahrenen Spielerinnen Rica Tochtenhagen (1), Alexandra Röder (19), Pia Selke (5), Anna-Lena Vogel (7), Kira Moos (9), Pauline Eichbaum (18), Anna-Lena Gerwin (16) , ebenfalls Lisa Wangemann (15), Nicola Tiedt (13) und Eileen Krüger (8).

 

Voller Vorfreude auf das Turnier und bei schönstem Wetter machten wir uns also auf die Reise. Um ca. 22:00 Uhr sind wir dann im Hotel Perla in Jaslo von einem der Organisatoren (Marek) und der anderen teilnehmenden deutschen Mannschaft aus Mutterstadt empfangen worden.

Jetzt hieß es schnell Abendbrot essen, Zimmeraufteilung und ab ins Bett, um fit in den ersten Turniertag einsteigen zu können. Das Turnier sollte in drei Vierergruppen gespielt werden, aus denen am nächsten Tag dann wiederum drei Viergruppen (ein Erster, ein Zweiter, ein Dritter, ein Vierter) gebildet wurden. Am dritten Tag spielten dann jeweils die drei Ersten, Zweiten, Dritten und Vierten in Gruppen die Endplatzierungen unter sich aus.

Der Freitag wurde mit einer Frühsporteinheit begonnen, um die müden Knochen der Fahrt in Schwung zu bringen. Im ersten Spiel des Turniers trafen wir auf Jaslo´s  zweite Mannschaft. Diese konnten wir durch gute Aufschläge, gute Annahme- und Abwehrleistungen mit 2:0 besiegen. Danach sollte das Spiel gegen Tschechien folgen. Diese Mannschaft kennt unser Trainer Radek Krpac natürlich und stellte unsere Mädels entsprechend gut ein. Dennoch mussten wir kämpfen, um das Spiel dann doch noch 2:1 für uns entscheiden zu können. Mit dieser geschlossenen Mannschaftsleistung sollte uns nun auch im dritten Spiel des Tages niemand mehr aufhalten. Wir wollten den Gruppensieg, um am nächsten Tag die vermeintlich leichteren Gegner zu erhalten. Und so kam es dann auch. Mit einem 2:0 Sieg machten wir wiederum mit guten Aufschlägen,  guter Annahme und schnellem Angriffsspiel den Gruppensieg komplett.

Jetzt hieß es schnell ins Hotel, duschen, umziehen und zum offiziellen Einmarsch der Mannschaften mit Polizeieskorte zum Marktplatz in Jaslo. Nach einem kleinen Rahmenprogramm wurde jede Mannschaft vorgestellt und die Nationalhymne gespielt, bei der tatkräftig mitgesungen wurde. Was für ein unvergesslicher Moment!

Anschließend ging es dann mit bester Laune zurück ins Hotel. Hier wurde nun der Tag in Form einer Besprechung Revue passiert und massiert, getaped und gepflegt, um dann müde aber überglücklich ins Bett zu fallen.

Auch der Samstagmorgen begann mit Frühsport, um wieder wach ins erste Spiel des Tages starten zu können. Das Leistungsniveau des Turniers war wirklich gut, denn auch der Gruppendritte des Vortages verlangte uns alles ab. Jetzt waren die erfahrenen Spielerinnen gefragt und die Einwechselungen der jungen Spielerinnen waren nicht mehr ohne weiteres möglich, denn dieser Tag entschied, um welchen Platz wir spielen sollten. Jedoch wurde durch tatkräftige Anfeuerungsrufe die Bank zu einer weiteren Waffe. Somit hatte jede Spielerin auch an diesem Tag Anteil an unseren drei Spielen.  Leider mussten wir nach dem ersten Spiel des zweiten Tages feststellen, dass jegliche Pflege bei Pauline nichts half. Sie musste aufgrund von starken Rückenschmerzen zumindest spielerisch aus dem Turnier aussteigen, war der Mannschaft aber dennoch eine große mentale Stütze.

 

Die Slowakei bot uns im zweiten Spiel des Tages die Stirn. Jedoch konnte aus einem Rückstand im zweiten Satz das Spiel noch gedreht werden. Gute Aufschläge, Abwehr und  daraus resultierender gute Angriffe über die Außenpositionen, aber auch durch die Mitte, waren der Schlüssel zum Erfolg. Mit dem letzten Sieg dieses Tages war uns der dritte Platz im Gesamtturnier also schon sicher und das, obwohl wir nur mit einer „echten“ Mitte  angereist waren. Alexandra Röder, eigentlich Zuspielerin, sprang auf dieser Position ein und machte ihre Sache wirklich hervorragend.

Wir hatten nun Lunte gerochen und wollten mehr als Platz 3 und stellten uns nochmals gut auf den dritten Turniertag ein. Es wurde wieder besprochen, massiert, getaped und gepflegt. Zudem verbündeten sich die Mädels am Abend mit den Mutterstädtern. Der dritte Tag sollte kommen!

Leider lief das erste Spiel gegen die erste Mannschaft von Jaslo nicht wie erhofft. Unsere Annahme wackelte und auch unser Aufschlag war an diesem Morgen nicht so zwingend wie an den Vortagen. Wir mussten uns daher der Mannschaft aus Jaslo mit 0:2 geschlagen geben. Doch es wäre nicht die Mannschaft vom Schweriner SC, wenn hier nicht nach kurzer deprimierter Phase der Kampfgeist wieder erwachen würde. Also hieß es alle Kräfte und Stärken mobilisieren und das letzte Spiel gegen die Slowakei gewinnen!

Die Halle wurde zum Hexenkessel. Die Mutterstädtler kamen genau richtig  zur entscheidenden Phase des zweiten Satzes, nachdem der erste Satz leider an die Slowaken ging. Es wurde lautstark angefeuert und die Stärken Aufschlag und Annahme kehrten zurück. Druckvolle Angriffe ließen uns am Ende mit 2:1 als Sieger den Platz verlassen. Nun hieß es Zittern. Wie geht das letzte Spiel aus? Die Slowakei gewann gegen Jaslo und dadurch wurden wir doch noch auf den dritten Platz verdrängt.

Dennoch können wir stolz sein! Von acht Spielen wurden sieben gewonnen und wir waren „Turniersieger-Besieger“. Wir konnten viele Erfahrungen, die Bronze-Medaille und einen Pokal mitnehmen und haben eine Menge gelernt.

Kira Moos wurde als beste Spielerin der Mannschaft geehrt und Alexandra Röder als mannschaftsdienlichste Spielerin ausgezeichnet.

 

 

Ich bin froh und stolz, ein Teil dieser Mannschaft für dieses Wochenende gewesen zu sein, als Co-Trainerin, Physio, Seelsorgerin, Fahrerin und Mannschaftsmutti.

Vielen Dank, dass ich an diesem beeindruckenden Event nicht nur teilnehmen durfte, sondern mich als Mannschaftsmitglied fühlen durfte. Ihr seid SPITZE!!!

Ein Dank gilt auch dem Volleyball-Nachwuchs-Förderverein des Schweriner SC für die finanzielle Unterstützung der Wettkampffahrt.

Eure Maren Vogel (Mutti)