Die Rede ist von Holger Stenzel, Präsident des Landesverbandes. Am 28. Oktober feiert er seinen 60. Geburtstag. Viele Gäste werden kommen. Denn Holger hat bei der Entwicklung des Volleyballs in Schwerin und im Land tiefe Spuren hinterlassen.
Er selbst begann 1961 mit 13 Jahren Volleyball zu spielen. In der 1. Jugendmannschaft des SC Traktor gewann er schnell Selbstbewusstsein und Spielgröße. Dies führte ihn und die Mannschaft 1963 zum Gewinn der DDR-Jugendmeisterschaft. Gern hätte Holger seine spielerische Karriere zu neuen Höhepunkten geführt. Doch während eines Turniers in der Tschechoslowakei im Jahre 1966 zog er sich eine Hepatitis-Infektion zu. Da war es vorbei mit dem Leistungssport. Auch das Studium an der DHfK Leipzig kam nicht mehr in Frage. Holger sattelte nach dem bestandenen Abitur um auf Betriebswirtschaft und studierte dieses Fach an der Rostocker Uni. Volleyball spielte er weiter bei der BSG Schifffahrt Hafen Rostock.
Nach dem Studium kehrte er als frisch gebackener Diplomingenieur nach Schwerin zurück und nahm seine Tätigkeit beim VEB Kraftverkehr auf. Schritt für Schritt ging es auf der beruflichen Erfolgsleiter nach oben bis zum Kombinatsdirektor. Ganz nebenbei gründete er in seinem Betrieb einen Sportverein, in dem intensiv Volleyball gespielt wurde. Es ist der Verein „Schweriner Verkehrsbetriebe“ (SVB) mit seinem Präsidenten Holger Stenzel an der Spitze, der nach der Wende vor allem mit seinen Mixed- Teams bundesweit Erfolge feierte.
Der Schweriner Sportclub und auch der Volleyballverband Meckl.-Vorpommern profitierten von seinem Ehrgeiz und seiner Zielstrebigkeit bei der Umsetzung sportlicher Ziele. Holger wurde Abteilungsleiter Volleyball im SSC und übt seit 1994 das Ehrenamt als Präsident des Landesverbandes aus. Im Jahre 2001 überreichte ihm DSB-Präsident Manfred von Richthofen im Auftrage des damaligen IOC-Präsidenten Juan Antonio Samaranch ein Diplom für seine ausgezeichnete ehrenamtliche Arbeit. Die Urkunde hängt über dem Schreibtisch in seinem Dienstzimmer und in der Geschäftsstelle des VMV. Den absoluten Höhepunkt seiner Arbeit erlebte er bei der Vorbereitung und Ausrichtung von Vorrundenspielen während der Volleyball-Weltmeisterschaft 2002 in Schwerin und beim World Grand Prix in Rostock 2004.
Neben der geschäftlichen Herausforderung als Mitinhaber der Firma Lobenstein und Stenzel Kraftverkehr GmbH ist Holger viel für seinen Sport unterwegs. Manchmal jedes zweite Wochenende. In der Familie habe er immer Verständnis gefunden für seine sportlichen Vorlieben, meint der agile Managertyp, besonders bei seiner Frau Uschi, die am Schweriner Sportgymnasium unterrichtet. Spielerisch ist Holger inzwischen bei den Volleyball-Oldies angekommen. Auch hier kämpft er immer noch um Meisterehren.