Wenn man Kollegen fragt, was denn so typisch italienisch an der gemeinsamen Trainingsarbeit ist, zucken die meisten mit den Schultern. Man weiß es nicht so genau. Was das Training anbetrifft, legst Du großen Wert auf die technisch-taktische  Ausbildung , weniger Spaß macht Dir das Krafttraining. Michael Döring meint, dein Verhalten sei schon typisch deutsch. Jedenfalls brichst Du an vielen Stellen aus den Klischees aus, die man über die Italiener weiterträgt. Richtig ist, dass Du in Deiner Arbeit als Co-Trainer von Felix Koslowski und als Trainer im Nachwuchsbereich des Schweriner SC viel Engagement zeigst. Gerade in dieser Saison mit der leider nicht gelungenen Olympia-Qualifikation der deutschen Nationalmannschaft machte sich das bemerkbar. Du bist für Felix in die Bresche gesprungen, als er kurzfristig das Zepter des Nationaltrainers übernehmen musste. Nicht richtig ist, dass das italienische Temperament manchmal mit Dir durchgeht. Du bist eher der ruhige Typ, der auf der Trainerbank sitzen bleibt, wenn die Emotionen in der Arena hochkochen. Und Du bist meistens gut drauf, was die Zusammenarbeit mit Dir sehr wohltuend macht. Den Italienern sagt man auch nach, dass sie nur italienische Autos fahren. Aber Du steigst gerne Mal in einen flotten Mercedes. Das Italienische an Dir merkt man vor allem beim Kochen. Du beherrscht eben die Kunst des Spaghettikochens perfekt. Eingeweihte wissen das zu schätzen. Guten Appetit auch weiterhin.

 

Foto: Christiane Zenkert