Du selbst bist immer noch froh, mit der Saison 2012 vom Potsdamer SC zum Schweriner SC gewechselt zu haben. Inzwischen kennst Du viele Leute hier, wie Du sagst. Und Du fühlst Dich zu Hause, in einer großen netten Familie. Alle nennen Dich Charli, obwohl Du als Davide Carli auf die Welt gekommen bist. Dein Einstieg beim SSC wurde ja gleich mit einem großen Erfolg gekrönt (Pokalsieg und Meistertitel). Diese Saison aber verlief für Euch bisher total anders. Du siehst darin kein schlechtes Zeichen. Es braucht eben Zeit, bis man ein neues Team zusammengeschweißt hat. „Motivation ist das letzte, was mir fehlt“ – so Deine Worte. Anders kennen Dich Deine Teamkollegen auch gar nicht. Was Du angefangen hast, machst Du mit Hingabe. Doch Dein schönes Zuhause in Venedig ist 1400 Kilometer entfernt. Wie beherrscht Du Deine Sehnsucht? „Immer wenn ich drei Tage frei habe, fliege ich nach Hause. So wärme ich mich wieder auf.“ Die italienische Küche steckt Dir im Blut. Deshalb nimmst Du immer ein Stück Heimat mit, wenn Du die Rückreise nach Schwerin antrittst. Pasta und Lassange zuzubereiten, geht Dir leicht von der Hand. Aber Du gehst auch gern in ein Schweriner Restaurant, um „ein super leckeres Schnitzel“ zu essen. Was Du heute so anstellst, wolltest Du nicht verraten. Bei Dir zu Hause in Italien werden Geburtstage nicht so üppig gefeiert. Man geht nach dem Training mit Freunden etwas trinken. Eine Riesenparty wird das nicht, aber es ist für Dich „eine gute Möglichkeit, Spaß zu haben.“ Viel Spaß heute Abend.