21 Volleyballmannschaften aus elf Bundesländern bestritten am zurückliegenden Wochenende den Meck-Pomm-Ostsee-Cup in Schwerin. Es war bereits der 15. Cup, den der Volleyball-Landesverband traditionell am ersten Septemberwochenende ausrichtet. Die Finals am Sonntag bestritten bei den Mädchen (Jahrgänge 2002/2003) die Landesauswahlteams aus Bayern und dem Westdeutschen Volleyballverband (WVV). Bei den Jungen (Jahrgänge 2001/2002) kämpften der WVV und Berlin um die  Siegertrophäe. Beide Endspiele entwickelten sich zu Dreisatz-Spielen. Verbissen wurde um jeden Punkt gekämpft. Die Satzergebnisse im Tiebreak waren sehr knapp. Die Bayern, die zum zweiten Mal mit einer Mädchenauswahl  in Schwerin vertreten waren, behielten mit 15:11 die Oberhand. Die Berliner Jungs trugen mit 15:12 den Sieg davon.

Die beiden Auswahlmannschaften von Meck-Pomm kamen über einen 9. Platz bei den Mädchen und 8. Platz bei den Jungen nicht hinaus. Landestrainer Markus Pabst, der die Mädchen-Auswahl betreute, und Trainerlegende Horst Holst, der die Jungen aufs Feld führte, zogen eine differenzierte Bilanz der gezeigten Leistungen. „Wir haben am Anfang noch relativ gut ausgesehen, in der Mitte des Turniers aber ein Loch entstehen lassen, was den Kampfgeist und die Disziplin anbetrifft.“ (Markus Pabst)  „Wir waren nicht gut genug eingespielt. Aber im Einzelfall gab es verheißungsvolle Ansätze. So lief unser Spiel vor allem über die beiden Hauptangreifer Maximilian Radtke und Bruno Wöhlke. Sie sammelten die meisten Punkte. Wir haben zwei Mal gewonnen und zwei Mal verloren, konnten nachweisen, dass wir gegen die Guten mithalten können.“ (Horst Holst).

Das Turnier erstreckte sich über drei Tage. Es gilt als eines der besten deutschen Vorbereitungsturniere des Volleyball-Nachwuchses auf den Bundespokal im Oktober. Deshalb hatte sich auch das Bundesland Bayern mit einer Mädchenauswahl wieder auf den langen Weg gemacht. Was treibt die Bayern nach Schwerin? „Die Gastfreundschaft“, antwortete spontan Landestrainer Werner Kiermaier. Für Auswahltrainer Dieter Heidrich ist der Meck-Pomm-Cup das bestens organisierte Turnier. „Man kann es genießen. Es ist ein bedeutender Zwischenschritt zum Bundespokal. Man braucht viele Spiele. Die hatten wir hier in Schwerin auf hohem Niveau.“

Die Organisatoren des Schweriner Cups um VMV-Geschäftsführer Burkhard Wiebe stützten sich auf zahlreiche Helfer. So übernahm der Sportstudent und Praktikant in der SSC-Geschäftsstelle, Max Filip, die Funktion des Wettkampfleiters. Es war sein erster Cup, den er mit Ruhe und Übersicht bewältigte. Als Schiedsrichter und als Einsatzleiterin betätigte sich Dana Polentz, Spielerin beim VCO Schwerin. Verbandspräsident Holger Stenzel sprach auch ihnen  bei der Siegerehrung am Sonntagnachmittag den Dank für ihr Engagement aus. Ihm zur Seite stand bei der Übergabe der Pokale auch Sabrina Krause vom Erstligisten Schweriner SC. Die Gratulation des Hauptsponsors, Nordstream 2, überbrachte Steffen Ebert. Dann traten die beteiligten Teams den Heimweg an in der festen Gewissheit, dass sich die Reise nach Schwerin gelohnt hat.

Endstand 15. Meck-Pomm-Ostsee-Cup 2017

Mädchen

  1. Bayern
  2. Westdeutscher VV
  3. Sachsen
  4. Nordwestdeutscher VV
  5. Berlin
  6. Thüringen
  7. Sachsen-Anhalt
  8. Hamburg
  9. Meckl.-Vorpommern
  10. Brandenburg
  11. Schleswig Holstein

Beste Spielerin: Lara Darowski (WVV)

Jungen

  • 1. Berlin
  • Westdeutscher VV
  • Sachsen
  • Nordwestdeutscher VV
  • Sachsen-Anhalt
  • Thüringen
  • Brandenburg
  • Vorpommern
  • Schleswig Holstein
  • Brandenburg

Bester Spieler: Eric Rörs (Berlin)

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