Heimspiel mitten in der Stadt

9. September 2020
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© Mannschaft Saison 2020/21 Foto: Michael Dittmer

Die Trommeln dröhnten, die „Gelbe Wand“ stand, die Nebelmaschine zischte, die Zuschauer klatschten, die Spielerinnen betraten nacheinander die Bühne und es ertönten „SSC, SSC“-Gesänge: Auf dem Schweriner Schlachtermarkt war am Dienstagabend eine ordentliche Portion Gänsehaut-Heimspielatmosphäre zu spüren, wie sie die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin und ihre Fans zuletzt vor sechs Monaten in der PALMBERG ARENA erleben durften. Unter dem Motto „Eine Stadt lebt Volleyball“ hatte der Rekordmeister in einer Veranstaltungsreihe der IG Sportstadt Schwerin zu einem Abend mit dem Team, mit Verantwortlichen und Unterhaltung geladen. 200 Gäste und Fans waren live vor Ort dabei, zahlreiche weitere am Livestream.

Neue Infos zu Tickets und TV…
Ein großes Thema natürlich: die am Dienstagmittag frisch verkündeten erlaubten Zuschauerzahlen. „Das war heute ein guter Tag für den Sport in MV und vor allem in Schwerin. Dass wir vor über 1000 Zuschauern spielen dürfen, haben wir vor ein paar Wochen nicht hoffen können. Das finde ich super, für die Atmosphäre in der Halle und natürlich auch für unsere wirtschaftliche Situation“, kommentierte SSC-Geschäftsführer Christian Hüneburg die Zusage von bis zu 1.250 Zuschauern pro Heimspiel in der PALMBERG ARENA, die durch viele Auflagen, u. a. das Tragen eines Mundschutzes, möglich sind. Für die personalisierten, ausschließlich Sitzplatztickets „werden die treuen Fans, die schon seit Jahren zuverlässig ihre Dauerkarte kaufen, ein Vorgriffsrecht haben“, gab der Sportliche Leiter Michael Evers bekannt. „Das wäre ja sonst traurig, wenn die Fans, die Zuschauer, die schon seit Jahren zur Mannschaft stehen, nicht in die Halle kommen könnten.“ Sobald die Abstimmung mit dem Gesundheitsamt erfolgte, wird der ausschließliche Onlineverkauf (kein Vorverkauf in Schwerin, keine Abendkasse) von Tagestickets beginnen. Auf Dauerkarten wird verzichtet, da niemand garantieren kann, ob wirklich alle Heimspiele bis Saisonende mit Zuschauerbeteiligung werden stattfinden können. Informationen zum Start und Modus des Ticketverkaufs folgen schnellstmöglich.

Apropos Zuschauerbeteiligung: Die wird auch bei den anstehenden TV-Übertragungen von Volleyballspielen auf SPORT1 entscheiden, ob diese in der kommenden Saison fortgesetzt werden. „Der SSC wird mit elf Spielen live auf SPORT1 zu sehen sein. Das zeigt auch die Wertschätzung, die für den SSC besteht“, so Michael Evers. Weil auf absehbare Zeit keine Gästefans zu den Bundesligaspielen zugelassen sind, werden Fans Auswärtsspiele live nur am TV oder über den Stream von sporttotal.tv verfolgen können – als erstes Spiel der Saison wird der Supercup in Dresden am 27. September ab 15 Uhr auf Sport1 übertragen.

…neue Einsichten ins Team…
Bei der Vorstellung des neuen Teams am gestrigen Abend kamen vor allem die Deutschkenntnisse der ausländischen Spielerinnen ans Tageslicht. Die ungarische Außenangreiferin Greta Szakmary erntete anerkennenden Jubel für „Ich liebe die Stadt und unsere Fans.“ als Antwort auf die Frage, warum sie eine weitere Saison in Schwerin bleibt. „Warum nicht?“, gab die amerikanische Mittelblockerin Lauren Barfield schlagfertig auf dieselbe Frage zurück, und die beiden Niederländerinnen im Team erzählten erstaunlich flüssig von ihren späteren Karrierewünschen (Zuspielerin Femke Stoltenborg kann sich gut als Lehrerin oder Schulpsychologin sehen) und Entspannungsritualen nach einem harten Training oder Spiel (Angreiferin Nicole Oude Luttikhuis schwört auf lange Duschen).

… und neue Trikots
Präsentiert wurden auch die neuen Teamtrikots. Neben den traditionellen gelben Heim- und blauen Auswärtsshirts gibt es nun auch spezielle Libera-Editionen in Weiß. Wer selbst eins besitzen will, kann ab heute zugreifen: In Schwerin haben der Intersport im Schlosspark-Center und in einer Premierenkooperation auch die Tourismuszentrale am Rathaus eine Auswahl der neuen Ausrüstung im Angebot.

[kawi]



© Foto: Hanna Jehring

© Foto: Erhard Heiden

© Foto: Verena Lukaschik

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