Im ersten Satz fehlte es an Präzision und Schnelligkeit
Zwar kam der Pokalsieger auf 12:13 heran, doch zwei starke Angriffe und zwei Knaller-Aufgaben von Stefanie Karg, schon waren die Dresdnerinnen wieder entwischt, bauten ihre Führung auf 20:13 aus. Die Mecklenburgerinnen schienen geschockt, ihnen fehlte es an Präzision und Schnelligkeit. Symp tomatisch: Als Patricia Thormann einen Ball ins Netz schmetterte, war der erste Satz für den DSC perfekt.

Ein anderes Bild dann im zweiten Abschnitt. Die Gäste steigerten sich, es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Dabei zeigte sich vor allem der Schweriner Block deutlich stärker, entschärfte mehrfach die Angriffe des Titelverteidigers. Zudem schlichen sich nun bei den Elbestädterinnen einige leichte Fehler ins Spiel. Bis zum 10:10 blieben beide auf Augenhöhe, danach setzte sich Schwerin über 16:13 auf19:15 ab. Da der DSC-Block nicht mehr so gut stand, kamen die SSC-Angreiferinnen ein ums andere Mal ins Ziel. Den zweiten Satzball verwandelten die Gäste mit einer gelungenen Blockaktion.

Im dritten Durchgang bestimmten recht schnell wieder die Aleksandersen-Schützlinge das Geschehen. Sie wirkten nun konzentrierter, engagierter, druckvoller. Beim DSC lief in der Anfangsphase nicht viel zusammen. Die Gäste führten 10:4. Die Dresdnerinnen konnten sich kaum noch im Angriff durchsetzen, scheiterten immer wieder an der SSC-Wand. Dazu gesellten sich Aufschlagfehler. Die Mannschaft um Kapitän Kath leen Weiß setzte sich auf 19:11 ab. Zwar brachte eine kleine Serie von Corina Ssuschke die DSC-Damen auf 16:20 und 20:23 heran, doch Schwerin ließ sich den zweiten Satzgewinn nicht mehr nehmen. SSC-Mittelblockerin Cathrin Schlüter machte ihn mit einem Blockpunkt perfekt.

Aber der Meister gab sich noch längst nicht geschlagen. Zu Beginn des vierten Durchgangs drehten die DSC-Spielerinnen wieder auf, erkämpften sich eine 10:4-Führung. Zwar spielte sich Schwerin auf 8:10 heran, aber dann gab der DSC erneut Gas, setzte sich auf 16:11 und 21:15 ab. Bei Schwerin, das jetzt mit Zuspielerin Denis Hanke für Kathleen Weiß agierte, häuften sich die Fehler. Mit einem Ass beendete Heike Beier diesen Satz für Dresden.

Den vierten Matchball endlich verwandelt
Nun musste der fünfte Durchgang die Entscheidung bringen. Wieder erlebten die Fans einen offenen Schlagabtausch und ein Wechselbad der Gefühle. Erst mit Vorteil für Schwerin (8:5), dann kämpfte sich der DSC in Front (10:9), dann erneut Schwerin (13:11). Drei Matchbälle wehrte das Team von DSC-Trainer Arnd Ludwig im dramatischen Schlusskampf ab, doch der vierte von Cathrin Schlüter saß zum 18:16 . Die Schwerinnerinnen tanzten vor Freude im Kreis.

Dresden: Apitz, Ssuschke, Karg, Grit Müller, Beier, Matthes – Tzscherlich; Swietonska, Schröber, Kestner.

Schwerin: Weiß, Gollan, Kryvarot, Schlüter, Thormann, Kauffeld – Döhrendahl; Völker, Hanke, Gutsche.

Spielzeit: 119 (24, 25, 25, 25, 20) Minuten