Denn die haben es für den SSC wirklich in sich:

 

Gestern das Rückspiel im CEV-Cup im tschechischen Olomouc, das mit dem strategischen Gewinn von zwei Sätzen trotz Gesamtniederlage zum Weiterkommen im Wettbewerb reichte. Als überragend stach einmal mehr Außenangreiferin Ariel Turner hervor: Mit 18 Punkten wurde sie beste Spielerin, führte zudem die Statistik der besten Aufgaben an.

 

Gleichzeitig gab es hier den ersten Startsechser-Einsatz für den kanadische Neuzugang Tabitha Love. Nach einer Bauchmuskelzerrung hatte die Diagonal-Spielerin nach ihrer Ankunft in Schwerin pausieren müssen, erst letzte Woche langsam mit dem Training begonnen und spielte gestern direkt durch.

 

Ihre Unterstützung kann die Mannschaft gut gebrauchen, denn die Belastungen der spielintensiven letzten Wochen fordern ihren Tribut vor allem von den Stammspielerinnen – Jennifer Geerties plagen Knieprobleme, Anja Brandt ist nach einer Schulterentzündung zwar wieder spielbereit, aber nicht topfit, Erkältungen gehen um, Steffi Golla fällt bereits seit dem Heimspiel gegen Olomouc am 28. Oktober wegen eines umgeknickten Fußes aus.

 

Freude machen vor diesem Hintergrund die motivierten und spielhungrigen Talente Marie Holstein, Sabrina Krause, Marie Schölzel und Michaela Wessely, die bereits in ihren ersten Einsätzen sehr positiv auffielen. Auch Gina Köppen vom Zweitligisten VCO ist derzeit im Kader dabei. „Sie hat letztes Wochenende in der zweiten Mannschaft richtig gut gespielt, das hat sie sich verdient“, lobt Coach Koslowski. Dank des durch die beiden Siegsätze gesicherten Weiterkommens konnte der Trainer seine Powerküken gestern denn auch noch ohne Sorgen ins Spiel bringen. Mittelblockerin Marie Schölzel wurde prompt beste Blockerin (5 Punkte).

 

Ihre Motivation können die Jungen jetzt auch in zwei Trainingseinheiten im niederbayrischen Vilsbiburg unter Beweis stellen, bevor hier Samstagabend das Ligaspiel gegen die Roten Raben steigt. Ein Sieg ist wünschenswert: „Wir können jetzt kein Spiel verschenken, Erfolgserlebnisse sind für die mentale Einstellung sehr wichtig. Wir müssen den Spagat schaffen, Pausen zu finden, aber auch die Spiele gut zu gestalten und zu gewinnen“, so Trainer Koslowski zu seiner großen Herausforderung.

 

Danach geht es direkt nach Hause, Sonntagmorgen wollen die Schmetterlinge wieder in Schwerin sein – und sich auf den bisherigen Höhepunkt der Saison vorbereiten: das Viertelfinale im DVV-Pokal in Stuttgart. „Das ist der absolute Schwerpunkt in dieser vollen Woche“, sagt der Trainer. „Allianz MTV ist zwar nicht super gut in die Saison gestartet, aber daheim auf jeden Fall der Favorit in diesem Spiel.“ In der Liga hatte Schwerin die Schwaben direkt im ersten Heimspielknüller 3:1 geschlagen.

 

Für das nächste Heimspiel am 21. November gegen die VolleyStars Thüringenaus Suhl kann der Coach angesichts der vorhergehenden Herausforderungen noch gar nicht groß planen. Fakt ist für ihn jedoch: Nur weil sein Ex-Verein im unteren Tabellenbereich steht und der SSC bisher kein Heimspiel verloren hat, darf man nicht leichtfertig an das Match herangehen. „Es gibt kein leichtes Spiel mehr in der Liga, man muss immer 100 Prozent geben, immer fokussiert und fit sein.“ Mit Blick auf den straffen Plan der SSC-Mädels, auf tausende Kilometer Reise und eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten ist ein souveräner 3:0-Durchmarsch wie zuletzt gegen Potsdam also keine unbedingte Selbstverständlichkeit. Umso wertvoller ist an solchen Abenden die lautstarke Unterstützung von vollen Fanrängen in der Palmberg Arena: „Die Euphorie, die da rüber kommt, die trägt die Mannschaft, das hilft und gibt Kraft“, weiß der Trainer die mitreißende Begeisterung des Heimpublikums sehr zu schätzen.

 

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Fotos: MidiGrafie, EH Foto