Rund 30 ehrenamtliche Helfer waren an den drei Turniertagen im Einsatz, darunter Mitglieder des Fördervereins und des Fanclubs, Eltern, sowie Nachwuchssportler und -sportlerinnen des Schweriner SC. „Was tut man nicht alles für diesen Sport“, meinte Angela vom Fanclub. Ihr oblag u.a. die Aufgabe, die Spielberichtsbögen ausgefüllt an die richtige Stelle zu bekommen. Zum Veranstalterservice gehörte, dass alle Ergebnisse sofort an mehreren Bildschirmen in den Spielstätten und im Internet verfolgt werden konnten. Die Halbfinal- und Finalspiele wurden sogar live von sportdeutschland.tv übertragen.

 

Zum Eröffnungsprogramm am Freitag, den 14. Oktober, gehörte auch der Auftritt einer international erprobten Akrobatikgruppe des VfL Schwerin. Die Mädchen der Gruppe waren in diesem Jahr erfolgreich beim World-Cup in Portugal (4. Platz) und bei der WM in China (5.Platz) unterwegs. Sie begeisterten die jungen Volleyballer in der Schweriner Arena.

 

Danach begannen die ersten Vorrundenspiele, die am Sonnabend nach einem straffen Zeitplan fortgesetzt wurden. Als Favoriten sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen gingen die Auswahlmannschaften des Westdeutschen Volleyballverbandes (Nordrhein-Westfalen) ins Rennen. Sie hatten vier Wochen zuvor bereits den 14. Meck-Pomm-Ostsee-Cup gewonnen.

 

Für die Teams aus Mecklenburg-Vorpommern ging es um ein gutes Abschneiden. Landestrainer Markus Pabst hob die positive Stimmung seiner Mädchenauswahl hervor, obwohl er auf drei seiner Schlüsselspielerinnen verzichten musste. „Wir haben beim Meck-Pomm-Cup gesehen, dass es in den Grundlagen des Volleyballspiels bei uns noch Defizite gibt. Diese sind nicht so schnell auszugleichen. “ Vor allzu großen Erwartungen an sein Jungen-Team warnte auch Landestrainer Thomas Eichhoff. „Im Turnierverlauf zeigten sich bei uns zu viele Abstimmungsprobleme und Fehler in der Annnahme. Die Konkurrenz war wacher auf den Beinen.“ Am Ende kam für beide Mannschaften aus M-V ein siebter Platz heraus.

 

Die Ränge in den Wettkampfhallen waren über das gesamte Turnier hinweg mit zahlreichen Angehörigen und Fans besetzt. Ihre Anfeuerung versetzte den Mannschaften einen weiteren Schub. Auch die Nachwuchsbundestrainer waren genaue Beobachter der Spiele in Schwerin. „Der Bundespokal war für mich ein guter Sichtungstermin für den Aufbau der U16-Nationalmannschaft. Es gibt in dieser Altersgruppe ein großes Potenzial an Talenten. Das Niveau der Spiele halte ich für recht ordentlich. Jeder Verband präsentierte seine Nachwuchstalente. Am besten hat mir hier in Schwerin der Westdeutsche Landesverband gefallen. Die Mannschaften dieses Verbandes zeigten die beste Spielkultur. Auch das erfolgsverwöhnte, Mecklenburg-Vorpommern muss sich nicht grämen, dass es vorne nicht mitspielen konnte. Trotzdem gibt es hier viele Talente, die es wert sind, weiter gefördert zu werden.“  – so Jens Tietböhl, Bundestrainer weiblich.

Andere Landesverbände wie der Westdeutsche sind in punkto Nachwuchssichtung und -gewinnung weiter, wie sich zeigte. Susanna Turner, Trainerin der Mädchenauswahl aus Nordrhein-Westfalen, steht für solche übergreifenden Turniere ein ganzer Pool talentierter Spielerinnen zur Verfügung, weil die Vereine, koordiniert über die Landestrainer, an einem Strang ziehen. „Unser Netzwerk funktioniert reibungslos“, berichtet sie.

 

Mit der feierlichen Übergabe der Pokale und Medaillen an die Sieger und Platzierten durch den Schirmherrn des Turniers, Steffen Ebert von der NordStream 2 AG, den Vizevorsitzenden der Deutschen Volleyball Jugend, Torsten Barth, den Bundestrainer Nachwuchs Jens Tiedböhl sowie den Vizepräsidenten des Schweriner SC, Burkhard Wiebe, endete das dreitägige Turnier. Es bleibt als eine große Talenteschau im Nachwuchsvolleyball in Erinnerung. Die Sieger-Pokale nahmen die Auswahlmannschaften des Westdeutschen Volleyballverbandes (Mädchen) und des Nordwestdeutschen Volleyballverbandes (Niedersachsen/Bremen) bei den Jungen mit nach Hause.

 

Endplatzierungen der Mädchen
1. Nordrhein-Westfalen
2. Sachsen-Anhalt
3. Berlin
3. Nordwestdeutscher VV
5. Brandenburg
6. Hamburg
7. Mecklenburg-Vorpommern
8. Schleswig-Holstein

 

Endplatzierungen der Jungen
1. Nordwestdeutscher VV
2. Berlin
3. Brandenburg
3. Nordrhein-Westfalen
5. Sachsen-Anhalt
6. Schleswig-Holstein
7. Mecklenburg-Vorpommern
8. Hamburg

 

Weitere Informationen, alle Ergebnisse und Bilder

http://www.volleyball-schwerin.de

 

Für die Landesauswahl des Volleyballverbandes Mecklenburg-Vorpommern spielten beim Regionalen Bundespokal Nord | 14.-16. Oktober 2016 | Schwerin:

U16 männlich

Wöhlke, Bruno – SSC; Münch, Luca – SSC; Radtke, Maximilian – SSC; Kramer, Tim – SSC; Beitz, Alexander – SSC;Hilbers, Simon – SG Pädagogik Wismar; Schlichting, Jakob – SSC; Richert, Magnus – ESV Turbine Greifswald; Grawert, Gustaf – SSC; Hoot, Johannes – SG Pädagogik Wismar; Sprössel, Sebastian – SG Pädagogik Wismar; Langhans, Tom – SSC;

U15 weiblich

Bittens, Anna Sophie – SC Neubrandenburg; Hollnagel, Anna – Schweriner SC; Nösinger, Anna-Lena – Schweriner SC; Hornung, Pia – Schweriner SC; Richert, Henriette – ESV Turbine Greifswald; Marquardt, Anna – Schweriner SC; Tiedt, Nikola – Schweriner SC; Witt, Amelie – Schweriner SC; Kampe, Kira – SC Neubrandenburg; Vaas, Juliane – Schweriner SC; Felsch, Julia – Schweriner SC; Bredemair, Pia – SC Neubrandenburg;

 

Fotos: Stancak, Wehnert