Grazie mille & ciao Louisa!

3. Mai 2018
Neuigkeit teilen:

© Eckhard Mai

Wehmut und Vorfreude, Stolz und Bedauern – die Gefühle schlagen bei Abschieden und Neuanfängen oft in beide Richtungen aus, und sowohl für Louisa Lippmann als auch den SSC Palmberg Schwerin ist es nun nicht anders, da offiziell feststeht: Die Diagonalangreiferin wechselt zur Saison 2018/19 aus Norddeutschland in die Toskana zu Bisonte Firenze (Florenz). Der Vertrag der 23-Jährigen beim SSC, eigentlich bis 2019 gültig, hatte den vorzeitigen Ausstieg für ein Auslandsengagement offen gehalten.

„Die zwei Jahre in Schwerin waren eine ganz besondere Zeit, sehr herzlich, sehr professionell, mit supertollen Fans. Ich werde die Volleyball-Familie hier echt vermissen“, sagt Louisa bewegt. „Für mich war immer klar, dass ich nur gehe, wenn es sich hundertprozentig lohnt. Florenz ist der perfekte Start für mich, um im Ausland anzukommen.“

Die italienische Liga gehört zu den stärksten der Welt, ist auf hohem Niveau sehr ausgeglichen, Florenz eine tolle Mannschaft, mit der es aber nicht sofort in den Titelkampf gehe und daher auch der Druck nicht gleich zu hoch wird, bestätigt SSC-Chefcoach Felix Koslowski. Er unterstützt die Entscheidung seiner Leistungsträgerin: „Für uns ist es natürlich sehr, sehr traurig, sie zu verlieren. Aber für Louisa ist es jetzt der richtige Schritt. Das Ausland war immer ihr großer Traum, seit ich Louisa in der Junioren-Nationalmannschaft kennengelernt habe. Damals war das so weit weg für sie, jetzt lebt sie diesen Traum. Wir können als Verein stolz darauf sein, was wir ihr geben konnten. Dass sie den Sprung in eine absolute Top-Liga geschafft hat, ist auch eine Auszeichnung für unsere Arbeit.“

Die schätzt auch Louisa Lippmann überaus hoch ein: „Ich möchte mich ganz besonders beim Verein und den Trainern für ihr Vertrauen und die Wertschätzung bedanken, dafür, dass sie mich genommen haben, wie ich bin.“ Dass zumindest von einem Teil des Teams der Abschied erst im Herbst folgen wird, ist eine Erleichterung: „Ich freu mich riesig auf den Sommer mit der Nationalmannschaft. Gerade mit Jenna (Jennifer Geerties) war ich superglücklich, zusammenzuspielen, sie ist eine meiner engsten Freundinnen geworden. Auch mit Nisi (Denise Hanke) war es eine perfekte Konstellation.“

Vielleicht tröstet alle Seiten ein wenig, dass es kein Abschied für immer sein muss: „Ich werde immer gern nach Schwerin zurückkommen“, sagt Louisa klar. Immerhin fehlt der extrem ehrgeizigen Spielerin ja auch noch ein Titel in der Trophäensammlung: der DVV-Pokal…

ssc-intern [kawi]


© MidiGrafie

© Eckhard Mai

© MidiGrafie

Neuigkeit teilen: