Drei Jahrzehnte prägte er die Erfolgsgeschichte des Schweriner Damen-Volleyballs. Zunächst als Chefcoach des SC Traktor dann des Schweriner SC. Seine Zeit als Trainer war zwischen 1964 und 1994 bestimmt von dem ehrgeizigen Anspruch, junge sportliche Talente zu Medaillengewinnern zu führen und ehrgeizige Sportler zu formen. Mit großer Leidenschaft widmete er sich diesem Ziel. Unter seiner Leitung wurden die Volleyballerinnen des SC Traktor viermal DDR-Meister und viermal DDR-Pokalsieger. Sie gewannen 1978 den Europapokal der Landesmeister und 1975 den Europapokal der Pokalsieger.

Sportliche Persönlichkeiten wie Anke Westendorf, Hannelore Meinke, Carla Mügge oder in der jüngsten Vergangenheit Ute Steppin, Dörte Techel und Sylvia Roll trainierten, spielten und gewannen mit Gerhard Fidelak. Nach dem Ende seiner Trainerlaufbahn im Jahre 1994 widmete sich Gerhard  zehn Jahre als Lehrer am Schweriner Sportgymnasium mit Hingabe der schulischen und sportlichen Ausbildung junger Menschen. Er setzte fort, was vor ihm zu DDR-Zeiten Lehrer, Trainer und Erzieher an der Kinder- und Jugendsportschule begonnen hatten. Und er  hatte stets im Blick, dass sich Erfolge nicht von selbst sondern nur in einem wohlgeordneten Rahmen einstellen.  Das Sportgymnasium war für ihn eine einmalige Nachwuchsbasis, in der auch er Impulse für den Nachwuchs-Leistungssport setzte. Selbstlos engagierte er sich im Förderverein des Sportgymnasiums.

Gerhard Fidelak war nicht nur ein konsequenter und zielstrebiger Sportfreund sondern auch ein liebevoller Familienvater. Unser Mitgefühl gehört deshalb in dieser Stunde seiner Frau Anne und seinen beiden Kindern.

Der Schweriner SC