Die Schwerinerinnen zeigten gerade im ersten Satz eine hervorragende Blockarbeit und ein gutes, schnelles Angriffsspiel. Im Verlauf der Partie ließ dies zwar nach, aber in den entscheidenden Momenten konnte man Hamburg dann doch unter Druck setzen und die Punkte machen. "Wir haben teilweise ganz ordentlich gespielt. Es fehlte ein bisschen die Spannung, in den Punktspielen muss das besser sein. Wichtig war aber, dass wir 3:0 gewonnen haben", so Tore Aleksandersen.

Seine Mannschaft dominierte den ersten Satz klar. Nach Startschwierigkeiten bis zum 1:4 rollte die Angriffswelle des SSC an und der Block stand sehr gut: 5:4-Führung. Diese baute der SSC kontinuierlich über 12:10, 21:15 zum 25:20 aus.

In Satz zwei ließ die Konzentration nach. Hamburg, mit sechs Neuverpflichtungen im Kader, kam besser in die Partie. Die SSC-Damen verloren ihren Faden, kamen mit ihren Angriffen über Patricia Thormann, Cathrin Schlüter und Tina Gollan nicht mehr so druckvoll zum Zuge. Die Gäste griffen jetzt auch im Block energischer und damit erfolgreicher zu. Hamburg führte 24:18! Doch jetzt lief es beim SSC wieder richtig gut, er holte Punkt für Punkt auf. Es entwickelte sich in diesem Durchgang eine spannende Endphase, die die rund 100 Zuschauer mit viel Beifall quittierten. In den entscheidenden Momenten waren eben Schlüter, Thormann und Gollan zur Stelle. Der deutsche Pokalsieger bog auch mit einer guten kämpferischen Einstellung diesen Abschnitt noch zum 31:29 um.

Im dritten Satz war die Dominanz des Gastgebers wieder groß. Jetzt kam Tina Gollan richtig in Fahrt. Sie hämmerte die Angriffe und Aufschläge den Hamburgerinnen nur so um die Ohren. Die SSC-Damen enteilten über 10:7, 16:11, 20:15 zum 25:22 und damit verdienten 3:0.

Sicher lief nicht alles rund. Die Konstanz im Schweriner Spiel fehlt noch. "Am vergangenen Wochenende beim Turnier in Dippoldiswalde zeigten wir in den Spielen gegen Wiesbaden und Post Wien ein höheres spielerisches Niveau. Aber wir sind auf einem guten Weg", fasste Tore Aleksandersen zusammen.

Zudem hat der Trainer derzeit noch Verletzungssorgen. So stand gestern Janine Völker, die normalerweise bei Zweitligist Parchim angreift, im Außenangriff, da Angela Kryvarot (Bauchmuskelzerrung), Hanna Kaisa Torkkeli (Schulterprobleme) und Julia Retzlaff (Aufbau nach Kreuzbandriss) ausfielen. Bei Kathleen Weiß, die im dritten und vierten Satz zum Einsatz kam, muss man abwarten, wie schnell sie sich wieder auf ihre SSC-Teamkolleginnen einstellen kann. Aber die 18-jährige Denise Hanke machte ihre Sache im Zuspiel schon sehr gut.

Auch im Mittelblock sind mit Berit Kauffeldt und Sandra Gutsche Alternativen da, zumal Patricia Thormann auch eine Option für die Diagonalposition ist. Da hat der Trainer einige Variationsmöglichkeiten.

In der Annahme muss der SSC sicher noch zulegen. So weilt derzeit die Japanerin Rei Kato zum Probetraining. Sie ist Libero und könnte bei Aufschlag des Gegners neben Schwerins angestammten Libero Linda Döhrendahl die Annahme für eine Außenangreiferin verstärken.