Auch die Mannschaft des deutschen Meisters und Pokalsiegers 2012 reiste nach dem Training an, um den Geist kennenzulernen, der von dem einst unbedeutenden Ort Schwechow in die ganze Republik gezogen ist.

 

Mit Stolz verwies der Gastgeber auf seine vielseitige Produktpalette, von Obstbränden, Geisten und Likören und auf seine preisgekrönten Destillate. Aus einer Schnapsidee des Inhabers und Fruchtsaftherstellers Richard Hartinger wurde seit 1994 ein effektiv wirtschaftendes Unternehmen, das der ausländischen Konkurrenz auf dem deutschen Spirituosenmarkt Parolie bietet. Zugegeben, Brände, Geiste und Liköre aus Schwechow haben ihren Preis, doch in der deutschen Gastronomie sind sie nicht mehr wegzudenken.

 

Sogar der Zoll hat ein Auge auf die Echtheit des Schwechower Markenproduktes. Der kontrolliert in unregelmäßigen Abständen den gesamten Herstellungsprozess. Dieser vollzieht sich übrigens im einstigen Taubenhaus des Gutes Schwechow. Vor Hunderten von Jahren glaubte man, dass Taubensuppe gut gegen alle Krankheiten ist. Die Bauern  lobten die Tauben, weil sie nicht die Getreidesamen aus dem Boden pickten sondern die Unkrautsamen. Das gelobte Gefieder verschwand dann aber wieder. Nun bestimmen Obstbaumplantagen das Bild rings um Schwechow. Denn der Inhaber Hartinger wollte, dass seine Brände von seinem Obst kreiert werden.

 

Die Originale standen zur Verkostung bereits, wovon allerdings an diesem Abend nur die Sponsoren Gebrauch machten. Die Spielerinnen und die Trainer labten sich an den Fruchtsäften. Denn sie stehen vor gewaltigen Aufgaben im Bundesligageschäft, im DVV-Pokal und in der Champions League. Teamleitungsmitglied Michael Evers verwies darauf, dass die Mannschaft fast komplett sei und im 1. Sechser nicht schlechter dastehe als im Vorjahr. Spielerisch könne man guter Hoffnung sein. Auch erfülle der Verein seine Verpflichtung, mehr als die Hälfte der Mannschaft aus dem eigenen Nachwuchs zu gewinnen.

 

Bis zum Saisonstart am 19. Oktober werde die Mannschaft noch einige Testspiele absolvieren, u.a. gegen den polnischen Meister Sopot. Auf das erfolgreiche Gelingen aller Ziele stießen dann alle mit dem Geist von Schwechow an.