Am Mittwoch, 8.45 Uhr, ruft sie Trainer Teun Buijs zu einem letzten Training in die Margon-Arena. In dieser „Roten Hölle“, wie die Halle auch genannt wird, findet am 1. Mai ab 17.30 das 2. Finalspiel um die Meisterschaft statt. Der Dresdner SC hatte das erste Spiel in Schwerin vor 1771 Zuschauern 3:1 verloren. Geknickt verließen die Spielerinnen um Trainer Alexander Waibl die Schweriner Arena. Den Finalauftakt hatte man sich anders vorgestellt. Die Analyse des Spiels fiel auf der homepage des Vereins recht karg aus. Nur Kleinigkeiten hätten am Ende den Ausschlag zu Gunsten des SSC gegeben. Der logische Schluss: die kleinen Fehler sollen am Mittwoch abgestellt werden, so der Verein. In den örtlichen Medien wurde die Niederlage in Schwerin tiefer beleuchtet. So schrieben die  „Dresdner Neuesten Nachrichten“: „Der SSC erwies sich als die stabilere Mannschaft, die aggressiver, geistig frischer und körperlich spritziger wirkte.“ Der Schweriner SC wird in der Dresdner Margon-Arena durch ein Höllenfeuer gehen müssen. Denn die Spielerinnen des DSC sind motiviert, sich am Mittwoch anders zu präsentieren als in Schwerin, wie Chefcoach Alexander Waibl meinte. Das erste Finalspiel wurde zwar verloren, es habe aber auch gezeigt, „dass wir Schwerin schlagen können.“ Einige Dresdner Fans hat die Niederlage in Schwerin mächtig gewurmt, aber sie sind nicht frustriert, sondern wollen ihrer Mannschaft am Mittwoch größtmöglichen Rückhalt geben. „Der Mittwoch wird ein Feiertag, aber nicht für Schwerin“, lautete ein Fan-Kommentar auf der DSC-Facebook-Seite. Worauf ein anderer beschwichtigend nachsetzte: „Na, na…!“ Für den Schweriner SC wird es darauf ankommen, den Schwung aus dem Sonnabendspiel mitzunehmen und den richtigen Rhythmus schneller zu finden, wie Trainer Teun Buijs meinte. Das nächste Spiel in der Serie „best of five“ findet dann am Sonnabend, 18.00 Uhr, wieder in der Schweriner Arena statt. Der Spielbeginn wurde wegen der Fernsehübertragung des Spiels im NDR vorverlegt.