Bericht: Martina Kasprzak / SVZ

 

Für die Finnen sind die derzeitigen Trainingslager Vorbereitung auf die Anfang September stattfindende 1. Runde zur EMQualifikation. Da müssen die Schützlinge von Aleksandersen gegen Aserbaidschan, Weißrussland und Österreich ran. „Ich hoffe, dass wir im Frühjahr noch in der 2. Runde sind“, so Aleksandersen, der seit Januar 2010 die Finnen betreut, zum gleichen Zeitpunkt übernahm er zum zweiten Mal auch den SSC.

Und Aleksandersens Team präsentierte sich in Schwerin gut eingespielt. „Wir waren im Mai, Juni, Juli jeweils zwei Wochen zusammen und nun sind wir es seit dem 6. August wieder. Für unsere Verhältnisse sind wir sehr gut“, so der Norweger, der auf sechs, sieben Stammspielerinnen verzichten muss, weil sie entweder verletzt sind oder zur Schule müssen. Und wenn man die Finnen gesehen hat, könnte man meinen, da steht die JuniorinnenAuswahl. Gerade mal eine Mittelblockerin ist Mitte 20, die anderen zehn Spielerinnen, die Aleksandersen mit in Schwerin hatte, sind zwischen 19 und 21 Jahre alt. „Wir stehen vor einem Totalumbruch. Das Projekt ist auf fünf Jahre angelegt“, erklärt er.

Und seine Reise mit den Finnen geht bis zur EMQualifikation (6. bis 8. September) noch weiter. Nach Schwerin stehen Übungscamps in Münster und Belgien an. „Es war ein bisschen ein Notfall und da haben wir Tore gern geholfen“, sagt SSCCoach Teun Buijs. Eigentlich war der Norweger mit seinem Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti zu einem Trainingslager mit der DVVAuswahl eingeladen. Da aber die Nationalmannschaft ihrerseits das Übungscamp verkürzt hat, stand der Norweger da und fragte beim SSC nach. „Meine Mädels haben sich hier alles mit großen Augen angesehen, waren total erstaunt über die Arena. Ich freue mich, wie schnell sie lernen, damit umzugehen“, so der 44-Jährige. Und seine Youngster hatten wenig Respekt vor den SSCDamen, forderten ihnen in einem Testspielchen über zwei Sätze alles ab und gewannen am Ende gar knapp die Durchgänge. „Für uns kam so ein Test zu früh. Aber du siehst ein bisschen schneller die Probleme. Für Tanja war es gut, um Spielpraxis zu sammeln“, erklärte Teun Buijs, der derzeit nur Tanja Joachim als Zuspielerin zur Verfügung hat. Die Nr. 1, Denise Hanke, befindet sich nach den Auswahllehrgängen noch im Urlaub und fliegt nächste Woche ein. Dann kommt es darauf an, wie sie sich mit den neuen Angreiferinnen Lousiane Penha de Souza Ziegler und Meagan Ganzer einspielt. Erst Mitte September trifft Quinta Steenbergen, die mit der niederländischen Auswahl unterwegs ist, in Schwerin ein. Aber bis zum Saisonauftakt am 19. Oktober bleiben dem SSC noch eine Menge Zeit und viele Testspiele. Teun Buijs will jedoch so schnell wie möglich auf das Niveau von Ende April kommen, als man in den MeisterschaftsPlayoffs den Konkurrenten das Nachsehen gab. „Wenn wir in der Annahme gut stehen und die Schnelligkeit im Angriff haben, dann können wir uns auf den Block und die Abwehr konzentrieren“, so Buijs.