Für die 30-Jährige die nächste Hiobsbotschaft, plagte sie sich zuletzt mit Schulterproblemen. Am Sonnabendabend konnte noch nichts zu der Schwere der Verletzung gesagt werden. Heute wird Hanna dann erst einmal untersucht. „Es sieht aber nicht gut aus. Dr. Jokisch und Dr. Heine haben beide gesagt, dass kann bis Weihnachten dauern“, erklärte Schwerins Trainer Tore Aleksandersen.

Und wenn sich das bewahrheitet, hat der SSC bis zum Jahreswechsel ein Riesenproblem im Außenangriff. Mit Julia Retzlaff, die sich nach ihrem Kreuzbandriss im Aufbautraining befindet, und mit Kristin Kasperski, die bis Weihnachten zur Grundausbildung bei der Bundeswehr ist, fehlen dem SSC schon zwei Spielerinnen auf dieser Position. Mit Angela Kryvarot, Tina Gollan und Janine Völker stehen dem Trainer auf Außen nur drei Akteurinnen zur Verfügung. Doch Letztere, mit einem Zweitspielrecht ausgestattet, ist gerade mal 16 Jahre alt und eigentlich Stammspielerin beim Zweitligisten Parchim. „Auf unsere gesunden Außenangreiferinnen kommt jetzt natürlich im Training und im Spiel eine enorm hohe Belastung zu“, so Aleksandersen, der erst einmal abwartet, was bei der Untersuchung bei Hanna heraus kommt, um vielleicht auf die Personalmisere in Absprache mit der Teamleitung noch zu reagieren.

Photo – Dietmar Albrecht: Dr. Peter Jokisch (r.) und Dr. Bernd Heine tragen Hanna Kaisa Torkkeli nach ihrer Verletzung vom Feld.