Finale OHO – mit starker Teamleistung ins Pokalfinale

19. November 2020
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© Foto Michael Dittmer

Knapp zwei Stunden nach dem Anpfiff war der Finaltraum konfettiberegnete Realität: Der SSC Palmberg Schwerin besiegte am Donnerstag den amtierenden Pokalsieger Dresdner SC im Halbfinale des DVV-Pokals mit einem starken 3:1 (25:22, 25:22, 22:25, 25:16).

„Dresden ist ein wahnsinnig starkes Team. Am Ende wollten wir den Sieg aber einfach ein bisschen mehr“, sagte ein glücklicher SSC-Chefcoach Felix Koslowski. Sein Team konnte der Trainer nach dem grandiosen Sieg kaum genug loben: „Dieses junge, neu zusammengekommene Team hat sein bislang bestes Spiel der Saison abgeliefert, hat sich von nichts aus der Bahn werfen lassen. Gerade angesichts der Emotionswelle, die uns da getroffen hat, war das eine unglaubliche Charakterleistung“, zollte er seiner Mannschaft Riesenrespekt. Hintergrund: In einem tragischen Déjà-vu zu ihrer Verletzung vor zwei Jahren war Mittelblockerin Marie Schölzel, die bis dato eine unglaublich starke Saison spielte, zu Beginn des 2. Satzes unglücklich gelandet und mit dem – diesmal rechten – Fuß umgeknickt. Ein MRT soll zeitnah Klarheit über das Ausmaß der Verletzung bringen.

„Wenn jemand so wichtiges ausfällt, ändert das das ganze Spiel, und die Mädchen haben das super kompensiert, es gab keinen Bruch“, war der Trainer begeistert. Zuspielerin Denise Imoudu dirigierte mutig und kreativ, Hayley Spelman auf Diagonal und Angreiferin Greta Szakmáry drehten auf, Lea Ambrosius, die für Marie Schölzel übernahm, wurde ihrer großen Aufgabe gerecht. „Sie kam so positiv aufs Feld, das hat uns so viel Energie gegeben, dass kein Zweifel aufkam, dass wir das schaffen können“, so Denise Imoudu. „Es hat einfach alles perfekt ineinander gegriffen und gepasst.“

Gestartet war der SSC mit Greta Szakmáry und Lina Alsmeier im Angriff, Denise Imoudu um Zuspiel, Libera Anna Pogany, Marie Schölzel und Lauren Barfield im Block sowie Hayley Spelman auf Diagonal; außer im Block gab es keine Wechsel. Vom Start weg war das hochgradig spannende und sehenswerte Spiel eines Pokalhalbfinales würdig: schnell, hart, umkämpft, mit langen Rallyes, spektakulären Annahmen und Rettungstaten, Cleverness und Durchschlagskraft. Die ersten drei Sätze zeigten über weite Strecke ein ähnliches, ausgeglichenes Bild mit engen Punktständen. In Satz 1 kam der SSC ab dem 16:15 über ein 22:16 zum Ziel; im 2. Satz konnten sich die Gastgeberinnen nach dem 19:19 erst in der Crunchtime entscheidend absetzen. Dass Dresden das Blatt in Satz 3 zu einem ähnlich späten Zeitpunkt erstmals für sich drehte, führte in Konsequenz zu einer so verbissen wie harten und hitzigen Startphase im vierten Satz. Den Wendepunkt brachte der kurioseste Punkt des Matches: Ein Angriff prallte an Hayley Spelmans Schulter ab und fiel zum 7:6 ins Dresdner Feld. Dann ging es zügig zum 13:7 und völlig ungefährdet zum klaren 25:16.

Neben SSC-MVP Greta Szakmáry (21 Punkte) steuerten Hayley Spelman (20) und Lina Alsmeier(16) die meisten Punkte bei. Auf Dresdner Seite konnte MVP Maja Storck satte 25 Punkte verbuchen.


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