Sie feierte im vergangenen Jahr ihr 50. Betriebsjubiläum und ist schon seit einigen Jahren Sponsor für die Volleyball-Damen des SSC in der 1. Bundesliga. Ihr Erfolg ist nicht die Anzahl von gewonnenen Pokalen und Meisterschaften sondern die Anzahl zufriedener Mieter. Mit Vilsbiburg kommt der klare Titelanwärter aus Bayern in die nördliche Landeshauptstadt. Doch zu meinen, den SSC mal so im Vorbeigehen vernaschen zu können, kann zu einem gefährlichen Trugschluss führen. Tore Aleksandersens Mannschaft ist mit allen Wassern gewaschen. Sie hat es in dieser Saison als einziges Erstligateam geschafft, siegreich die Halle in Vilsbiburg zu verlassen. Das geschah in dem legendären Spiel am 27.11.07. Ausgerechnet auf die starke Mittelblockerin Patricia Thormann musste Tore verletzungsbedingt damals verzichten. Und die Außenangreiferin Julia Retzlaff hatte nach ihrer neunmonatigen Verletzungspause noch eine gewisse Schonzeit. Manch ein mitgereister Schweriner meinte schon: Jetzt ziehen sie uns das Fell über die Ohren. Doch alle Spielerinnen gaben ihr Bestes und siegten am Ende 3:2. Viel Beifall heimsten die Schwerinerinnen beim Rückspiel in der Hauptrunde am 23. Februar gegen Vilsbiburg in eigener Halle ein. 3:0 hieß das Ergebnis für den SSC. Erst die Meisterrunde deckte die Verwundbarkeit des SSC gegenüber den Roten Raben auf. Er verlor am 20. März 3:0 in Vilsbiburg. Nun wollen die Mädels des Schweriner SC mit lautstarker Unterstützung der Fans den Spieß umdrehen. Wenn schon nicht die Meisterschaft, dann gilt es wenigstens den guten Ruf im deutschen Volleyball als mehrfacher Meister, Vizemeister und Pokalsieger zu verteidigen. Vilsbiburgs größte Erfolge waren bisher der Vizemeister 2004/05 und 2005/06. „Es heißt Daumen drücken und die Mannschaft anfeuern, denn gerade in Zeiten, in denen nicht alles optimal läuft, geben erfolgreiche Spiele wieder Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben“, lautet die Botschaft des Vorstandes der SWG für dieses Spiel.

Wolfgang Schmidt