Erneuter Stolperstein Wiesbaden

17. Dezember 2017
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© Eckhard Mai

Der VC Wiesbaden entwickelt sich mehr und mehr zum Angstgegner unseres Teams, nach zwei Niederlagen in der Hauptrunde des Vorjahres war auch diesmal in der stimmungsvollen Wiesbadener Halle nichts zu holen. Der hohe Spielrhythmus fordert aktuell seinen Tribut, zudem spukte in einigen Köpfen wohl schon das Pokalhalbfinale in Dresden am kommenden Mittwoch herum, denn anders sind die ungewohnt vielen Abstimmungsprobleme speziell im Bereich Abwehr kaum zu erklären.

Zum Spielverlauf: im ersten Satz liefen wir von Beginn an einem Rückstand hinterher, vor allem die hohe Fehlerquote im Aufschlag lies trotz guter Angriffsleistung (15:10 Angriffspunkte für unser Team) nur wenig Spannung aufkommen. Zudem bekam man die junge Kimberly Drewniok auf Diagonal nie in den Griff, die selbst aus schwierigen Situationen scheinbar mühelos Punkte kreieren konnte. Im zweiten Satz waren wir dann besser im Spiel. Dank einer stabileren Annahme konnte man nun Lauren Barfield im Schnellangriff mehrfach gut in Szene setzen und führte zur zweiten technischen Auszeit mit 16:13, nach mehreren Fehlern in Annahme und Angriff machte Wiesbaden 6 Punkte am Stück und gaben diesen Vorsprung nicht mehr her. Im dritten Satz lief man von Beginn an einem Rückstand hinterher, doch Mitte des Satzes erwachte endlich der Kampfgeist, viele spektakuläre Ballwechsel boten dem lautstarken Publikum beste Unterhaltung, ein Wiesbadener Angriffsfehler brachte uns den knappen Satzerfolg. Nun schien alles endlich nach Wunsch zu laufen, schnell setzte man sich mit 6:2 ab. Doch die Gastgeber fighteten unermüdlich, während bei uns die Kräfte schwanden. Die überragende Karolina Bednarova machte nun die wichtigen Punkte für Wiesbaden. Symptomatisch zum gesamten Spiel war der Matchball dann ein Zuspielfehler auf Schweriner Seite.

Abhaken und neu fokussieren, mehr ist wohl nicht zu sagen. Denn beim wichtigsten Saisonspiel am Mittwoch in Dresden muss eine andere Mannschaft auf dem Feld stehen als in Wiesbaden, um das Ziel Pokalfinale zu erreichen.

ssc-intern [OG]


© Eckhard Mai

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