Doch am vergangenen Mittwoch in Dresden drehten Alexander Waibls Schützlinge den Spieß um. Sie schlugen den SSC mit seinen eigenen Waffen und schafften den Ausgleich zum 1: 1. Das Finale geht in die Verlängerung. Die Spielerinnen des SSC müssen vor dem Spiel am Sonnabend (Anpfiff: 18Uhr!) die Niederlage in Dresden  schnellstens abhaken. Der Kopf muss frei sein, um zu der gewohnten Spielstärke zurück zu finden. Konditionell wurde alles getan, um die Mannschaft auf den Final-Marathon einzustellen. Dresden hat durch den 3:1-Heimerfolg Auftrieb bekommen. Man habe den „Schwerin-Fluch endlich besiegt“, heißt es in der örtlichen Presse. Der SSC blieb in Dresden auf der Strecke, weil u.a. auf den Angriffspositionen der Druck fehlte und in der Annahme zu viele Fehler zugelassen wurden. Danach setzte Teun Buijs den Hebel in der Spielvorbereitung vor allem in der Annahme, im Angriff und im Blockspiel an. Auch Alexander Waibl weiß, wo Schwerin der Schuh gedrückt hat. Er muss aber in jedem Fall damit rechnen, dass Schwerin ebenfalls seine Schlüsse aus dem verlorenen Spiel gezogen hat. So werden mit diesem Spiel vorentscheidende Weichen für den Gewinn der Meisterschaft gestellt. Gewinnt der SSC, lastet der psychologische Druck auf Dresden, verliert er, verlagert sich der Druck auf Schwerin. Es ist ein weiterer Volleyball-Kracher mit Endspiel-Charakter in der Final-Serie.