Eine Berg- und Talfahrt der Gefühle

7. März 2020
Neuigkeit teilen:

© MiDiGrafie

In einem hart umkämpften Match in der ausverkauften MBS-Arena verliert der SSC Palmberg sein erstes Auswärtsspiel der Bundesligasaison verdient gegen den SC Potsdam und vergibt die Chance bereits am kommenden Dienstag im Heimspiel gegen Suhl den ersten Tabellenplatz nach der Hauptrunde abzusichern. Damit läuft es auf ein echtes Endspiel am 14.3. gegen Stuttgart hinaus. 

Das Spiel begann schlecht für den SSC, die taktisch gut vorbereiteten Gastgeberinnen verdammten den sonst so durchschlagstarken Schweriner Angriff fast zur Wirkungslosigkeit. Unaufhaltsam zog Potsdam davon (5:1; 11:6; 16:10), beim 10:18 wechselte Coach Felix Koslowski im Zuspiel Denise Hanke für die unglücklich agierende Britt Bongaerts ein, Postdam erhöhte noch auf 21:11, doch dann begann eine selten gesehene Aufholjagd. Mit Lauren Barfield am Aufschlag holte der SSC Punkt für Punkt auf, auch weil der Gastgeber mit der sicheren Führung im Rücken speziell im Angriff viele Fehler produzierte. Der SSC glich beim 22:22 aus, hatte beim 24:22 Satzbälle, ein Angriff von Adams brachte den nie mehr für möglich gehaltenen Satzgewinn. 

Dies hatte den Gastgeber sichtlich geschockt, und da auch Louisa Lippmann endlich punktete, war der zweite Satz eine klare Sache für den SSC. Obwohl die Annahme große Probleme hatte, konnte speziell im Angriff bei hohen Bällen konstant gepunktet werden, 17 zu 8 Angriffspunkte sprachen eine deutliche Sprache. 

Potsdam wechselte nun für Anne Hölzig die Spanierin Ana Escamilla im Außenangriff ein, und diese brachte mit ihren schnellen Angriffen über Position 4 den Gastgeber unter ohrenbetäubendem Lärm zurück ins Spiel. Der dritte Satz blieb ausgeglichen bis in die Endphase.  Der SSC hatte beim 20:18 bereits den Sieg vor Augen, Potsdam drehte mit Abercrombie und Escamilla auf 25:24, ehe ein Block von Imoudu gegen Szakmary den Satz für Potsdam sicherte. 

Mit dem Satzgewinn und dem stimmungsvollen Publikum im Rücken spielte der Gastgeber nun groß auf, und zog auch Dank starker Blockarbeit auf 14:10 davon, Schwerin brachte Dumancic für Schölzel und war beim 19:20 wieder dran. Doch unnötige Eigenfehler und starke Angriffsaktionen von Emonts und Escamilla brachten den Satzausgleich. 

Die Geschichte des Tiebreaks ist schnell erzählt, denn auf Schweriner Seite lief nun gar nichts mehr zusammen. Ganze drei Punkte im Angriff gelangen noch, Potsdam hatte nun eine Laura Emonts, die allein im Tiebreak derer 5 (83%) machte. Wie über das gesamte Spiel hinweg war der Aufschlag des SSC einfach zu harmlos, um die schnellen Angriffe der Gastgeber zu verhindern. Mit 15:9 gewinnt der SC Potsdam fast mühelos den Tiebreak und damit auch vollkommen verdient das Spiel. 

ssc-intern [OG]


© MiDiGrafie

© MiDiGrafie

Neuigkeit teilen: