Berti, Du hast Dich für Italien entschieden. Möchtest Du über Deine Beweggründe reden?

Berit Kauffeldt: Natürlich, es ist ja kein Geheimnis, seine Pläne zu ändern. Ich habe gerne fünf Jahre in Schwerin gespielt. Es waren gute Jahre für mich. Aber jetzt möchte ich ganz einfach das Niveau der italienischen Liga kennen lernen, von dem so viele schwärmen. Es steckt kein Zwang dahinter, den Verein zu wechseln.

 

Wann geht die Reise los? Sind die Koffer schon gepackt?

Berit Kauffeldt: Das dauert noch ein Weilchen. Im Moment bin ich in Kienbaum als Nationalspielerin zu einem Lehrgang eingeladen, der der Vorbereitung auf den Grand Prix 2012 dient. Sollte ich ins Team berufen werden, könnte sich für mich ein vierwöchiger Volleyball-Marathon ergeben, der rund um den Erdball führt. In der Dominikanische Republik beginnt er, in China endet er.

 

Wann erfährst Du, ob Du mitreisen darfst?

Berit Kauffeldt: Soviel ich weiß, am 29.Mai. Davor absolvieren wir noch zwei Testspiele in Polen.

 

Was sagen denn Deine Angehörigen und Deine Mitspielerinnen im SSC über Deinen Wechsel nach Italien?

Berit Kauffeldt: Es sind sehr gemischte Gefühle, aber alle sagen das Gleiche: Toll, dass Du diese Chance hast. In meiner Familie gibt es einige, die traurig sind, dass sie mich zu den Heimspielen des SSC nicht mehr in der Arena sehen können.  Von den Mitspielerinnen, mit denen ich darüber gesprochen habe, sagen alle: cool. Manch einen hat mein Entschluss auch sehr überrascht.

 

Du hast die meisten erstrebenswerten Ziele erreicht: Jugend-Europameisterin, Junioren-Weltmeisterin, Vize-Europameisterin der Frauen, Deutsche Meisterin, Pokalgewinnerin… Was lockt Dich denn noch?

Berit Kauffeldt: Stets war es mein Ziel, mich weiter zu entwickeln. Ich will zur Führungsspielerin reifen und eines Tages bei den Olympischen Spielen dabei sein.

 

Seit 2007 spieltest Du für den Schweriner SC. Was hat der Verein Dir gegeben?

Berit Kauffeldt: Die totale Sicherheit, gut aufgehoben zu sein. Ich schätze die offene und ehrliche Art, wie mit mir umgegangen wurde und bin froh über die große Unterstützung, die mir gewährt wurde. Für alles bin ich sehr dankbar.

 

Wie soll denn Deine Abschiedsparty aussehen?

Berit Kauffeldt: Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Aber im Juli habe ich ja noch Geburtstag. Mein Freund, der Handballer ist, auch. Da können wir uns ja zusammenschmeißen und mit unseren Freunden eine tolle Fete organisieren.