Der USC Münster steht mit einem Bein schon in den Playoff. Der gegenwärtige Tabellenplatz 5 würde ausreichen. Schwerin auf dem dritten Platz möchte gern noch eine Position vorrücken, um die gewünschte Ausgangslage für die Playoff zu bekommen. Möglich ist das mit einem Sieg über Münster und bei einer Niederlage Stuttgarts (2. Platz, 41 Punkte) gegen Vilsbiburg. Somit dürfte die Begegnung mit dem Rivalen aus Münster ebenfalls zur Kategorie der Topspiele gehören. Das Hinspiel in Münster hatte der SSC knapp mit 3:2 verloren. Münsters spielerisches Reservoir besteht aus fast nur deutschen Spielerinnen, darunter solchen hervorragenden Angreiferinnen wie Ines Bathen (drei Mal MVP). Einziger Neuzugang in dieser Saison war Außenangreiferin Julia Schäfer, ein Eigengewächs vom USC II. Nach dem Gewinn von sechs Spielen in Folge verpasste Aurubis Hamburg den Unabhängigen in der eigenen Spielstätte mit dem 3:2 am vergangenen Spieltag einen Dämpfer. In diesem Spiel erwies sich die U20-Nationalspielerin Julia Schäfer mit 32 Punkten auf Diagonal als überragende Spielerin. Selbst wenn der letzte Titelgewinn des USC fast zehn Jahre zurückliegt, ist der Verein immer noch eine bestimmende Größe im deutschen Frauenvolleyball. Deshalb verbietet sich jede Unterschätzung des Vermögens dieser Mannschaft, die mit Axel Büring (seit 1978 beim USC) einen der erfahrensten und fähigsten Trainer der Liga besitzt. Büring führte den USC mehrfach zu Meistertiteln und Pokalgewinnen sowie 1996 zum Gewinn des Europapokals.