In der Stuttgarter SCHARRena wartet am Mittwoch mit Spielbeginn um 19:00 Uhr ein Publikum auf den deutschen Rekordmeister, das von seinem Allianz MTV-Verein in dieser Saison reichlich verwöhnt wurde. Zuerst holten sich die Spielerinnen um Chefcoach Guillermo Hernandez den DVV-Pokal. Dazu mussten Wiesbaden, Schwerin, Münster und im Finale Aachen ausgeschaltet werden. Die Erfolge  trieben die Euphorie auf die Spitze. Dann gelang der Mannschaft auch noch der Sprung ins Halbfinale der Meisterschaftsrunde. Besser konnte es für Stuttgart in dieser Saison nicht laufen. Dieses Halbfinale zu bestreiten, wird in Stuttgart als „Abenteuer“ bezeichnet. Doch was soll so risikoreich sein an einer Expedition ins Unbekannte, wenn man schon zweimal in der Saison den Rekordmeister bezwingen konnte? Stuttgart hat wahrgenommen, dass sich der Schweriner SC auch durch die Spiele im Europapokal technisch, taktisch und spielerisch enorm zu steigern wusste. Das Ausscheiden aus dem Europapokal bedeutet keineswegs den Verlust an Stärke. Die Tagesform entschied in diesem Falle für die türkische Mannschaft aus Bursa. Vielmehr bedeutet das für die wenigen Stunden bis zum Anpfiff in Stuttgart, die Nerven zu bündeln, den Kopf frei zu bekommen von der Niederlage und den Körper zu lösen von den Strapazen der Reise. Greifen wir wieder an. Das ist die beste Antwort des Schweriner SC auf die Siegambitionen Stuttgarts.

Fotos: Erhard Heiden