Nach dem gestrigen Spiel in Güstrow fand die DVV-Auswahl gegen den EM-Teilnehmer Frankreich besser in das Spiel als gestern. Angetrieben von 1000 begeisterten Zuschauer in der bis auf den letzten Platz gefüllten ARENA Süderelbe überzeugten bei der DVV-Auswahl Atika Bouagaa (22Punkte) und Dominice Steffen (17 Punkte). Auf französischer Seite waren Schleck (17 Punkte) und Turiat mit 16 Punkten die erfolgreichsten Spielerinnen. Nach anfänglicher Überlegenheit der DVV-Frauen entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, die in Deutschland den glücklicheren Sieger fand.

Ausführlicher Spielbericht:

Giovanni Guidetti begann mit Kathleen Weiss im Zuspiel, Dominice Steffen auf der Diagonalposition, Atika Bouagaa und Margarethe Kozuch auf den Außenpositionen, Kathy Radzuweit und Corina Sschuschke im Mittelblock und Kerstin Tzscherlich auf der Libero-Position.
Gäste-Trainer Yan Fang startete mit Salinas im Zuspiel, Larnack auf der Diagonalposition, Turiaf und Schleck auf den Außenpositionen, Lozancic und Maculewicz im Mittelblock und Rochelle auf der Libero-Position.

1.Satz
In der vollbesetzten ARENA Süderelbe begann Bundestrainer Giovannni Guidetti mit vier Umstellungen gegenüber dem gestrigen Spiel in Güstrow. Kozuch, Bouagaa, Steffen und Radzuweit starteten für Grün, Beier (beide nicht im Kader), Brinker und Fürst. Die DVV-Auswahl erwischte den besseren Start und ging durch einen sehr guten Hinterfeldangriff von Margarethe Kozuch mit 7-4 in Führung. Doch nach der ersten technischen Auszeit konnte Turiaf auf 8-7 verkürzen. Das immer besser werdende Blockspiel der DVV-Auswahl zwang Gäste-Trainer Fang zur ersten Auszeit (13-9). Angetrieben von den lautstarken Zuschauern und einer starken Margarethe Kozuch führten die DVV-Frauen bei der zweiten technischen Auszeit mit 16-12. Nach der zweiten Auszeit von Yan Fang brachte Giovanni Guidetti Tina Gollan und Mareen Apitz für Kathleeen Weiss und Dominice Steffen (18-12), bei Frankreich kam Querard für Lozancic in die Annahme (20-15). Atika Bouagaa konnte wieder einen Angriff durchbringen, und Bundestrainer Guidetti brachte Weiss und Steffen zurück (22-17). Dominice Steffen holte den ersten Satzball für die DVV-Auswahl und Margarethe Kozuch war es vorbehalten den ersten Satz zu beenden.

2.Satz
Beide Trainer schickten im zweiten Satz die gleiche Startformation wie im ersten Satz auf das Parkett. Kozuch hatte in ihrer „alten“ Heimstätte sichtlich Freude am Spiel und versenkte den Ball zur 4-3 Führung im gegnerischen Feld. Aber auch Bouagaa wollte ihr in nichts nachstehen brachte die DVV-Auswahl mit einem harten Angriffsball über die Außenposition mit 8-5 in die erste technische Auszeit. Besonders die guten Sprung-Flatter-Aufschläge brachten die französische Annahme in große Probleme, doch noch nach einer Aufschlagsserie von Maculewicz (14-14) reagierte Guidetti mit dem Diagonalwechsel (Gollan und Apitz für Weiss und Steffen). Bei der zweiten technischen Auszeit lag die DVV-Auswahl mit 15-16 im Rückstand. Weiss und Steffen kamen beim Stand von 17-18 zurück, und auch Kozuch hatte leichte Probleme sich durchzusetzen (19-21). Ein Dreierblock um Sschuschke brachte den DVV-Frauen den Ausgleich (22-22). Doch ein platzierter Angriff von Maculewicz sorgte für den Satzausgleich (22-25).

3.Satz
Im dritten Satz kam Mareen Apitz für Kathleen Weiss auf der Zuspiel-Position, Gäste-Trainer Fang vertraute weiterhin seiner Startformation. Nach einem starken Angriff von Lozancic stand es 4-4, und Steffen sorgte mit einem Netzroller-Aufschlag für eine 7-5-Führung. Ein kurz gestellter Angriffsball über Sschuschke ließ die DVV-Auswahl mit 8-6 in die erste technische Auszeit gehen. Doch so richtig konnte sich die DVV-Auswahl auch in diesem Satz nicht absetzen, sie blieben immer wieder am französischen Block hängen (11-9). Eine starke Sprung-Flatter-Aufschlagsserie von Bouagaa ließ die Mannschaften in die zweite technische Auszeit gehen (16-10), und nach einem guten Angriff von Steffen führten die DVV-Frauen 19-11. Gäste-Trainer Fang reagierte und brachte die junge Zuspielerin Faesch für Salinas. Der Diagonalwechsel (Weiss und Gollan für Apitz und Steffen) von Guidetti brachte nicht den gewünschten Erfolg, doch wieder Bouagaa verwertete ihren Angriff sicher zur 22-15-Führung. Der immer besser ins Spiel kommenden Bouagaa war es vorbehalten den dritten Satz für die DVV-Frauen zu entscheiden (25-17).

4.Satz
Giovanni Guidetti ließ seine Mannschaft unverändert zum dritten Satz, bei den Französinnen blieb Faesch für Salinas auf dem Feld, ansonsten gab es keine Veränderungen gegenüber der Starformation. Ein Block von Sschuscke brachte die DVV-Frauen mit 4-3 in Führung. Ein Ass von Maculewicz sorgte für eine 7-8 Führung der Französinnen bei der ersten technischen Auszeit. Diese konnten die Französinnen nach zwei starken Blöcken von Faesch und Turiaf weiter ausbauen, und Guidetti nahm seine erste Auszeit (8-12). Bis zur zweiten technischen Auszeit änderte sich nicht viel, beide Mannschaften zeigten eines gutes Side-Out-Spiel (11-16). Beim Stand von 11-17 kam Weiss für Apitz zurück, doch alles deutete auf einen fünften Satz hin. Als Fang seine erste Auszeit in diesem Satz nehmen musste, keimte bei den Zuschauern noch einmal ein wenig Hoffung auf (14-18). Doch Schleck stellte den alten Abstand wieder her (14-20). Doch dieser Satz wohl verloren. Guidetti nimmt noch einmal eine Auszeit (15-23), doch ein harter Angriff von Turiaf bringt den ersten Satzball für Frankreich. Zwei starke Angriffe von Bouagaa und Kozuch ließen die DVV-Auswahl noch einmal ein wenig herankommen, aber es musste der fünfte Satz das Spiel entscheiden (18-25).

5.Satz
Im fünften Satz schickte Guidetti wieder seine Startformation auf das Parkett, Fang änderte gegenüber dem vierten Satz nichts. Auch der fünfte Satz begann ausgeglichen bis die Französinnen nach zwei Blöcken hintereinander mit 3-5 in Führung gingen. Beim Stand von 6-8 wurden die Seiten gewechselt. Nach einem Block von der eingewechselten Larnack nahm Guidetti seine ersten Auszeit (6-9). Auch Fang nahm nach einem Angriffsfehler von Turiaf seine erste Auszeit (10-11), und die Zuschauer feuerten ihre Mannschaft mit „Deutschland-Sprechchören“ an. Doch ein guter Block von Maculewicz brachte Frankreich dem Erfolg sehr nahe (10-13). Mit einem spektakulären Hinterfeld-Angriff konnte Bouagaa die ersten Matchbälle abwehren (14-14). Das Spiel ging hin und her (16-16), und nach einem geschickten Leger von Weiss hatte die DVV-Auswahl den ersten Matchball, den versenkte die überragende Bouagaa zum glücklichen Sieg (18-16).

Stimmen zum Spiel:

Giovanni Guidetti: Nach einem guten ersten Satz, haben wir nach zwei Fehlern aufgehört mit Mut zu spielen. Die Mannschaft hat plötzlich sehr ängstlich gespielt, das darf nicht mehr passieren. Die Mannschaft hat sehr großes Potenzial und wir können auch sehr gut spielen, aber dafür müssen wir an uns glauben. In dieser Phase hätte ich der Mannschaft heute mehr helfen müssen, das war mein größter Fehler. Ich habe mich dafür bei ihr entschuldigt.

Atika Bouagaa: Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, doch im zweiten Satz haben sich einige Fehler eingeschlichen. Wir waren dann nicht mehr so aggressiv, und hatten deshalb Schwierigkeiten das Spiel sicher zu gewinnen.

Kerstin Tzscherlich: Wir haben es für die Zuschauer besonders spannend gemacht. Der erste Satz war sogar noch besser als gestern, aber dann haben wir zu viele Fehler gemacht. Wir haben noch eine Menge bis zur nächsten Woche zu tun.