Nach dem nicht zufrieden stellenden Spiel in Hamburg fand die DVV-Auswahl gegen den EM-Teilnehmer Frankreich besser in das Spiel. Besonders mit den Flatteraufschlägen der DVV-Frauen hatten die Französinnen heute große Probleme. Die DVV-Auswahl zeigte heute ihre konstanteste Leistung, es überzeugten Cornelia Dumler (14 Punkte) und Margarethe Kozuch (14 Punkte). Auf französischer Seite waren Schleck (12 Punkte) und Larnack mit 9 Punkten die erfolgreichsten Spielerinnen.
Ausführlicher Spielbericht:

Giovanni Guidetti begann heute wieder mit Kathleen Weiss im Zuspiel, Angelina Grün auf der Diagonalposition, Cornelia Dumler und Margarethe Kozuch auf den Außenpositionen, Kathy Radzuweit und Christiane Fürst im Mittelblock und Kerstin Tzscherlich auf der Libero-Position.

Gäste-Trainer Yan Fang schickte die gleiche Starformation wie gestern auf das Spielfeld: Salinas im Zuspiel, Larnack auf der Diagonalposition, Turiaf und Schleck auf den Außenpositionen, Lozancic und Maculewicz im Mittelblock und Rochelle auf der Libero-Position.

1.Satz
Nach nervösem Beginn auf beiden Seiten eröffnete Kathy Radzuweit das Spiel mit einem schönen Aufsteiger über Kopf (3-2). Christiane Fürst mit ihren starken Flatteraufgaben baute den Vorsprung auf 6-3 aus, und nach einem platzierten Angriff von Cornelia Dumler ging es in die erste technische Auszeit (8-6). Die gestern geschonte Angelina Grün fand ebenfalls gut in das Spiel und die DVV-Frauen führten mit 14-9. Eine sehr genaue Annahme von Cornelia Dumler bereiteten Margarethe Kozuch einen Angriff ohne Block, und bei der zweiten technischen Auszeit stand es 16-10. Doch Bundestrainer Giovanni Guidetti musste nach guten Aufschlägen von Helene Schleck seine ersten Auszeit nehmen (16-13). Zwei starke Angriffe von Margarethe Kozuch stellten den alten Abstand wieder her (20-15). Kathleen Weiss baute mit ihren starken Sprungaufschlägen den Vorsprung weiter aus und der erste Satz ging deutlich mit 25-16 an die DVV-Auswahl.

2.Satz
Der zweite Satz begann wie der erste Satz geendet hatte, Fürst unterstrich ihre Überlegenheit am Netz (1-0). Giovanni Guidetti spielte mit seiner Startformation weiter, während Gäste-Trainer Fang seine Zuspielerin wechselte (Faesch kam für Salinas). Mit den Flatteraufschlägen von Fürst kamen die Französinnen überhaupt nicht zurecht, und die DVV-Auswahl zog auf 7-4 davon. Heute hatten die Französinnen mehr Probleme in der Annahme, und die DVV-Frauen führten 11-7. Bisher fanden sie kein Mittel gegen die Aufschläge von Fürst, und die DVV-Auswahl ging mit einer 16-11 Führung in die zweite technische Auszeit. Gästetrainer Fang musste wieder eine Auszeit nehmen um die Sprungaufschläge von Grün zu stoppen, doch sie ließ davon nicht aus der Ruhe bringen (19-12), und das Fang fasst seine komplette Mannschaft umstellte hinderte die DVV-Frauen nicht daran den Vorsprung weiter auszubauen (22-14). Durch einige ungenaue Annahmen in der DVV-Auswahl kam Frankreich doch noch auf einmal auf 23-19 heran, ehe ein Fehlaufschlag von Schleck den zweiten Durchgang entschied (25-20).

3.Satz
Im dritten Satz änderte Guidetti seine Startformation auf einer Position (Corina Sschuschke kam für Radzuweit auf das Spielfeld), Gästetrainer Fang ließ die gleiche Mannschaft wie im zweiten Satz beginnen. Dumler sorgte mit einem Ass für die 5-2 Führung. Bei Stand von 8-5, zwei starke Angriffe von Fürst und Kozuch, ging es in die erste technische Auszeit. Doch die Französinnen waren jetzt besser im Spiel und verkürzten durch Schleck auf 10-9. Nach einem verschlagenen Hinterfeldangriff von Kozuch und guten Aufschlägen von Faesch führten die Französinnen das erste Mal in diesem Spiel (12-13). Doch nach zwei starken Blöcken von Fürst und Kozuch lag die DVV-Auswahl bei der zweiten technischen Auszeit mit 16-14 wieder in Führung. Auf deutscher Seite kam Maren Brinker für Kozuch ins Spiel (17-15). Ein starker Angriff von Dumler gegen einen französischen Dreierblock zwang Gästetrainer Fang zu einer Auszeit (21-18). Nach einem Aufschlagfehler von Maculewicz hatte die DVV-Auswahl ihren ersten Matchball (24-20), und Cornelia Dumler blieb es vorbehalten das dritte Spiel gegen Frankreich mit dem dritten Sieg zu beenden (25-21).

Stimmen zum Spiel:

Giovanni Guidetti: Die Mannschaft hat eine gute Reaktion auf das gestrige Spiel gezeigt. Wir haben heute sehr gut gespielt, und jeder Schritt nach vorne ist ein wichtiger Schritt zu unserem großen Ziel den Olympischen Spielen in Peking. Weil wir aber in den letzten Jahren keinen Grand Prix gespielt haben, sind wir von den Ranglistenpunkten gegenüber anderen europäischen Mannschaften weit zurück. Deshalb ist es für uns wichtig eine sehr gute Europameisterschaft zu spielen, und dafür sind diese Spiele sehr wichtig.

Margarethe Kozuch: Wir hatten heute nur eine Phase in der viele Punkte in Folge abgegeben haben, ansonsten haben wir sehr konstant gespielt. Die Französinnen haben heute auch nicht so viele Bälle in der Abwehr geholt, so dass wir Kraft sparender als gestern spielen konnten. Zum Schluss war ich mit meiner Annahme nicht mehr so zufrieden.

Christiane Fürst: Es lief natürlich besser als gestern, endlich haben wir einmal konstant durchgespielt. Im zweiten Satz hatten wir einen kurzen Hänger, doch heute haben wir es geschafft diese Schwächephase zu überwinden. Ich freue mich auf einen freien Tag morgen.