“Damit erhalten die Mädels die Chance, hier zu bleiben und sich weiter zu entwickeln. Allerdings verlangt das harte Arbeit an sich selbst“,  meinte der Coach des Zweitligisten VCO, Bart Jan van de Mark. Während sich Sabrina, auch „Sabri“ genannt, mit der Jugendnationalmannschaft auf die WM in Peru (ab 5. August) vorbereitet, genießt Michaela („Mischi“) die letzten Schultage am Schweriner Sportgymnasium. Am Sonnabend ist Zeugnisübergabe und am Abend folgt der Abi-Ball. Michaela hat das Abitur mit der Note 2 bestanden. „Als ich das Angebot vom Schweriner SC bekam, in die Erstliga-Mannschaft zu wechseln, habe ich mich riesig gefreut. Damit habe ich den Anschluss von der Jugend in den Erwachsenenbereich geschafft. Mein Traum geht in Erfüllung. Auch meine Eltern freuen sich sehr.“ Michaela kam vor zwei Jahren vom VCO Dresden nach Schwerin, sozusagen weg von Mutters Rockzipfel. „Ich habe hier zum ersten Mal in einem Internat gewohnt. Mir gefällt es. Es ist alles super organisiert.“ Sie hat in der vergangenen Saison viele Erfahrungen in der zweiten Bundesliga sammeln können. Nun muss sie sich aber hinten anstellen. Vor ihr steht im Zuspiel im ersten Sechser des Schweriner SC keine Geringere als Denise Hanke. Doch das ist für sie kein Problem. „Es ist das Beste für mich, solche Leistungsträger vor mir zu haben, von denen ich nur lernen kann.“ Sabrina Krause, die mit ihren Eltern in Schwerin lebt, hat sich nach Meinung ihres holländischen Trainers van de Mark in der zurückliegenden Saison gut entwickelt. „Sie fängt an, ihre gigantische Körpergröße unter Kontrolle zu kriegen und sie im Angriff besser nutzbar zu machen. Zu recht gehört sie in der Jugendnationalmannschaft zum Stammsechser.“

Die Dritte im Bunde, Marie Holstein („Holli“), stammt aus Moers und lernt noch ein weiteres Jahr am Schweriner Sportgymnasium. „Als zweite Diagonalangreiferin in der ersten Liga muss sie mit ihren 1,91 m zeigen, was sie kann im Spiel gegen höhere Blockerinnen“, betont van de Mark. Auf jeden Fall warten auf die drei Nachwuchsspielerinnen große Herausforderungen für die eigene sportliche Zukunft. Das stachelt ihren Ehrgeiz, wie Michaela meint, unerhört an.