Die neue Saison wird ein Tanz auf fünf Hochzeiten

18. September 2019
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© Cornelius Kettler

„Wir trainieren nicht nach Stechuhr, sondern nach der Qualität, die wir erreichen wollen“, entschuldigte SSC-Chefcoach Felix Koslowski den verzögertenAnfang der heutigen Pressekonferenz zum Saisonstart, zu der das Team durch die vorausgegangene Trainingseinheit nicht ganz pünktlich erschien. Es ist ein kleiner, aber aussagekräftiger Indikator für das, was sich der Volleyballrekordmeister SSC Palmberg Schwerin für 2019/20 vorgenommen hat: „In der letzten Saison haben wir zwei Gold- und eine Silbermedaille aus drei Wettbewerben (Gold in Supercup und DVV-Pokal, Silber in der Meisterschaft, Anm. d. Red.) mit nach Hause gebracht, und unsere Ansprüche werden< nicht von Jahr zu Jahr geringer, sondern entwickeln sich nach oben“, so Felix Koslowski.

Zumal neue Erfolge sehr gern gerade diese besondere Saison krönen dürfen, betonte SSC-Präsident Johannes Wienecke: Es ist die 30. Saison, die der Verein unter dem Namen Schweriner SC bestreitet. „Unsere Spielerinnen tanzen dieses Jahr erstmals gleich auf fünf Hochzeiten – Supercup, DVV-Pokal, CEV-Cup, Meisterschaft und die Olympiaqualifikation, die unsere vielen Nationalspielerinnen und Felix Koslowski als Bundestrainer betrifft“, verwies der Präsident auf das proppevolle Pensum 2019/20. „Das sind schon große Herausforderungen, die an uns gestellt werden.“ Die vielen Verpflichtungen, die signifikante physische und mentale Belastungen mit sich bringen, seien in der Tat nicht optimal, bestätigte Felix Koslowski im Rückblick auf den langen Sommer der Nationalmannschaft mit dem Highlight Europameisterschaft. Nicht zuletzt, weil die Spielerinnen die Clubsaison dadurch zu unterschiedlichsten Zeiten (die ersten Mitte August, das Gros in dieser Woche, der Rest erst im Oktober) und auf unterschiedlichen Trainingsständen starten. Da müssen wir schon ein bisschen improvisieren. Aber wir machen das auch nicht zum ersten Mal, und der wichtige Punkt ist, wir müssen improvisieren, weil wir gute Spielerinnen haben, die in ihren Nationalmannschaften aktiv sind und eine erfolgreiche EM gespielt haben. Das sollte uns als Verein einfach stolz machen.“  

Noch mindestens zwei Wochen lang muss das regulär 14-köpfige SSC-Team allerdings mit einem unerwarteten Engpass leben: Zuspielerin Denise Hanke kuriert nach der EM noch eine Oberschenkelverletzung aus; Regie-Kollegin Britt Bongaerts ist – ebenso wie die Neuzugänge Nicole Oude-Luttikhuis (D) und Justine Wong-Orantes (L) – mindestens bis Ende September mit ihrer Nationalmannschaft unterwegs. Bis dahin helfen leihweise Rica Tochtenhagen, ehemals VCO Schwerin, und die niederländische Zuspielerin Rochelle Wopereis aus. Beide fahren nächste Woche auch mit ins Trainingslager in die Türkei. Dort sind Spiele u. a. gegen die Top-Clubs Vakifbank Istanbul und Olympiakos Piräus avisiert. Zum ersten Spiel am Donnerstag, 3. Oktober 2019 gegen die Ladies in Black Aachen wird hoffentlich wenigstens eine der beiden etatmäßigen Zuspielerinnen einsatzbereit sein. Dieses Heimspiel in der PALMBERG ARENA ist das – auch auf SPORT1 live übertragene – Saisoneröffnungsspiel der Volleyball Bundesliga. Für einen furiosen Start sind alle SSC-Fans aufgerufen, unbedingt in Gelb zu erscheinen #(h)alleingelb. 

Nicht nur bei Spielen in der PALMBERG ARENA kann sich der SSC auf die nötige Unterstützung verlassen: Dem Verein stehen auch über 100 Partner zur Seite. Neu an Bord das Schlosspark-Center Schwerin, das dem SSC u. a. eine Lounge im 1. Obergeschoss eingeräumt hat. Neben Werbeausstellungen wird die auch für Veranstaltungen genutzt, zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Gemeinschaftsprojekt von SSC und Schlosspark-Center: Unter dem Titel „Schwerin (k)lebt für den Sport“ hat man ein Stickeralbum mit Fotostickern aller SSC-Akteuren aller Altersklassen aufgelegt. Drumherum wird es viele Aktionen wie Tauschbörsen und ein Gewinnspiel geben. Alle Infos dazu finden sich immer unter #schwerin(k)lebt.

ssc-intern [kawi]


© Cornelius Kettler

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