Die Enttäuschung ist groß

12. Dezember 2019
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© Florian Seubert

Es war das erwartet knappe Spiel, das Aufeinandertreffen von Meister Stuttgart und Pokalsieger Schwerin im Halbfinale des DVV-Pokal. Natürlich besteht immer die Möglichkeit in der Stuttgarter Scharrena zu verlieren, dennoch war das an diesem Abend eigentlich unnötig, scheiterte man letztendlich an eigenen Unzulänglichkeiten und einer wie bereits im letzten Spiel in der Playoff-Finalserie spielentscheidenden Krystal Rivers.

Der SSC startete exzellent in den ersten Satz (7:1) weil man im Aufschlag viel Wirkung erzielte, sodass auf Stuttgarter Seite kaum Spielfluss zustande kam. Im Gegensatz dazu stand die Schweriner Annahme bombensicher und so konnte Britt Bongaerts die Angreifer fast nach Belieben einsetzen. Achtzehn Angriffspunkte auf Schweriner Seite standen zum Satzende lediglich neun auf der Habenseite des Meisters, der erste Satz wurde eine klare Sache für Schwerin.

Der zweite Satz war dann auf Augenhöhe, auch weil beim Meister Krystal Rivers besser ins Spiel fand. Dennoch lag der SSC dank Szakmary und Drewniok bis zum 17:14 stets in Führung. Im Anschluss machte Rivers vier Punkte am Stück, Stuttgart gab die Führung auch dank gleich vier Eigenfehler auf Schweriner Seite nicht mehr ab.

Irgendwie schien die Spielseite einen Einfluss auf die Mannschaften zu haben, denn der SSC spielte nun wieder dominant wie in Satz eins, erreichte 51% im Angriff und brachte diesen Satz ungefährdet nach Hause. Umso unverständlicher, dass man im anschließenden vierten Satz völlig den Faden verlor, unerklärliche Ungenauigkeiten in Freeball und Highball-Situationen, sonst eine Stärke des Schweriner Teams, hinzu gesellten sich noch unnötige Netzfehler und auch das Zuspiel ließ die Präzision aus den Sätzen eins und drei vermissen. Auch die Einwechslung von Denise Hanke brachte hier keine Besserung und so schaffte es Stuttgart mit einem frenetisch mitgehenden Publikum im Rücken in den TieBreak.

Dessen Geschichte ist schnell erzählt, auf Schweriner Seite schienen sich die Unsicherheiten aus Satz vier auf die ganze Mannschaft zu übertragen. Auf Seiten des Meisters ging nun jeder Ball zu Rivers, gegen ihre Angriffswucht fand weder der Block noch die Feldabwehr Lösungen, somit entschied sie mit acht Punkten den Tiebreak fast im Alleingang.

Somit war die #missiontitelverteidigung gescheitert, ab sofort gilt die volle Konzentration der Meisterschaft, wo mit den Spielen gegen Potsdam und wiederum in Stuttgart noch zwei harte Brocken im ausgehenden Jahr 2019 warten.

ssc-intern [OG]


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