Deutsches All-American girl für Schwerin

26. Juni 2019
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© CORNELIUS KETTLER

Die Außenangreiferin und deutsche Nationalspielerin Nele Barber (24) kommt zum SSC Palmberg Schwerin. Die gebürtige Berlinerin war nach ihrer Jugend beim VCO Berlin fünf Jahre in den USA, studierte und spielte dort sowohl Hallen- als auch Beachvolleyball. Dabei wurde ihr 2016/17 die Ehre zuteil, als eine von bis dato nur zwei Spielerinnen im gleichen Jahr sowohl im Hallen- als auch im Beachvolleyball in das All-American-College-Team – eine landesweite Bestenauswahl – gewählt zu werden. 2018 kehrte Nele nach Deutschland zurück. Nach einer Saison beim VC Wiesbaden heuert die 1,83-Meter-Frau nun für ein Jahr beim SSC an.

Nele, warum hast Du Dich für Schwerin entschieden, was versprichst Du Dir von Deiner Zeit hier?
Schwerin ist einer der Top-Clubs in Europa, ich kann mich glücklich schätzen, dass ich jetzt ein Teil davon bin. Das tut meinem Ego gut J. Ich möchte natürlich an die Erfolge Schwerins anknüpfen und meinen Teil dazu beitragen, dass wir weiterhin so erfolgreich sind.

Kürzlich entschied die DVV-Pokalauslosung, dass es hier im Achtelfinale gleich
gegen Deinen alten Verein geht. Ist das was Besonderes oder normales Business?
Das Spiel bleibt natürlich das Gleiche, aber es ist schon aufregend für mich, dass die Auslosung diese Partie festgelegt hat. Ich habe in Wiesbaden nur als Diagonale Spielzeit bekommen (anstatt als Außen), und hoffe, dass ich mich bis dahin auf meiner eigentlichen Position weiter stabilisieren kann.

Auf die Frage, wie Du zum Volleyball gekommen bist, hast Du mal geschrieben: durch ein Missverständnis. Was ist da denn passiert?
In der Grundschule hatte ich jeden Tag noch eine Nachmittagsbeschäftigung gehabt. Geräteturnen mochte ich dabei am liebsten. Volleyball hatte ich mal für drei Tage ausprobiert, aber das hatte mir nicht so viel Spaß gemacht, sodass ich gleich wieder aufgehört habe. Mein erster Trainer fragte dann meinen Papa, ob ich nicht Lust hätte, bei einem Sporteignungstest für die Sportschule mitzumachen. Mein Papa hat mir gegenüber Turnen erwähnt, aber dann stand ich da von Volleyballern umkreist. Als ich die Schulaufnahme erhielt, dachte ich mir, ich versuche es noch einmal mit Volleyball, da ich ein großer Sportfan bin.

Jetzt spielst Du beim Rekordmeister, bist Du sogar Nationalspielerin, dieses Jahr zum ersten Mal mit den Schmetterlingen unterwegs. Wie fühlt sich Dein Debut in der Auswahl an?
Ich muss schon sagen, es ist ziemlich cool, zu wissen, dass man zu den besten Volleyballern Deutschlands zählt und Deutschland präsentieren darf. Viele der Mädels kenne ich von damals schon, aus der Jugend- und Juniorinnen Zeit. Daher hat man sich schnell wieder eingefunden.

Nach der Schule bist Du 2013 in die USA gegangen. Was hat Dich dorthin gezogen?
Das war für mich ein Abenteuer und eine Challenge, die ich mir nicht entgehen lassen wollte, ganz das Klischee des American Dreams, inklusive Vollstipendium. Ich konnte mir damals einfach nicht vorstellen, in Deutschland neben dem Volleyballspiel auch meine Bildung weiter fortzusetzen. Meine Jahre in Long Beach (Kalifornien) waren absolut fantastisch, das hat es mir nicht leicht gemacht, wieder wegzugehen.

Was hat Dich dann trotzdem wieder nach Hause gebracht?
Ich wollte mit Volleyball weitermachen, und in den USA gibt es nach dem College keine Profiliga. Da war Deutschland die beste Anlaufstation für mich.

Du hast in den USA unter anderem „Narrative Production“ (die Kunst des Storytellings/ Geschichtenerzählens) studiert. Wie kommt man als Volleyballerin auf so ein Studium?
Ich hab mir den Studienkatalog angesehen, was so angeboten wird. Nach einem Semester in Forensics (was ich mir nach einem Ausflug gar nicht mehr vorstellen konnte), habe ich im nächsten Semester mein Studienfach geändert. Da war Narrative Production das Einzige, was sich für mich spaßig angehört hat.

Willst Du später auch mal was in dieser Richtung machen?
Ich hoffe sehr, dass ich später mit meinem Abschluss was anfangen kann und in diese Richtung gehen werde. Was genau, weiß ich aber noch nicht.

 

Wir hoffen, dass Du beim SSC erst einmal Deine eigene Erfolgsgeschichte und die des Teams weiterschreiben kannst und wünschen Dir eine tolle Zeit hier im Norden!

 

ssc-intern [kawi]


© CORNELIUS KETTLER

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