Am Samstag ging es erst einmal um eine gute Ausgangsposition in der Vorrundengruppe. Ziel war es, sich für das Viertelfinale zu qualifizieren. Mit einem kleinen Kader, der kaum Auswechselungen zuließ, hieß es in einer sehr warmen Halle „möglichst mit drei Spielen durchkommen“.

Der Auftakt gegen das Volley-Team aus Erfurt konnte nach doch nervösem Spiel mit 2:1 gewonnen werden. Wir waren im Turnier.

Das zweite Spiel gegen den TV Lebach konnte doch deutlich souveräner gestaltet werden. Am Ende stand es hier 2:0 für den SSC.

Auch die groß gewachsene Regionalauswahl vom Meister West aus Paderborn hatte sich in den beiden ersten Begegnungen gegen die gleichen Gegner schadlos gehalten. Also musste das „Gruppenfinale“ gegen unsere Mädels die Entscheidung bringen. Einem sehr guten, konzentrierten ersten Satz folgte ein überzeugender Satzgewinn durch Paderborn. Tiebreak!! Unseren Mädels war hier schon anzumerken, dass die Konzentrationsfähigkeit fast erschöpft war. Paderborn hatte mit dem größeren Kader deutlich bessere Erholungsphasen einbauen können. Trotzdem motivierten sich unsere jungen Damen enorm. Ein offener Schlagabtausch bis zum 7:7 im entscheidenden Satz. Dann kann sich der SSC absetzen, bis zum 13:9. Alle Fans glauben an den Gruppensieg und damit an die direkte Qualifikation zum Viertelfinale. Aber es kommt häufig anders. Die Kräfte schwinden und das Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten sinkt. Paderborn ringt unsere Mädels in einem packenden Finish mit 13:15 nieder. Alle sind am Boden zerstört und entsetzt. Es bleibt den Trainern um Radek Krpac aber kaum Zeit diese schmerzliche Niederlage aufzuarbeiten. Es wartet nach diesem 3-Satz Krimi gleich das Überkreuzspiel gegen die Mannschaft aus Halle.

Alle mitgereisten Fans fragten sich, ob es möglich ist, den inneren Schweinehund zu überwinden und sich nochmals zu motivieren. Im 1.Satz konnte der Vertreter aus Nordost ein fast fehlerfreies Spiel abliefern und gewann klar 25:18. Jetzt musste ein Ruck durch die Mannschaft gehen. Und der kam beeindruckend mit einer tollen Aufschlagserie von Alexandra Röder zu einem 25:11 Satzgewinn. Also erneut Tiebreak. Die nächsten Minuten waren Emotion pur für alle mitgereisten Eltern. Halle lag ständig in Front und erst mit dem 13:13 gelang der Ausgleich. Zwei Punkte folgten zum umjubelten Satzgewinn.

Aber diese 6 Sätze in Folge hatten sehr viel Energie gekostet und am Sonntagmorgen wartete der Titelanwärter vom Dresdener SC. Hier gab es gegen den späteren Deutschen Meister nichts zu holen. 

Es folgte ein schmerzlich verlorenes Spiel gegen Bad Krozingen. Die Endstände 21:25 und 25:27 sagen alles.

Also blieb das Spiel um Platz 7 gegen TB München. Man merkte den Mädels an, dass die Grenzen überschritten waren. Es fehlte die letzte Kraft und somit gaben wir dieses Spiel mit 15:25 und 19:25 ab.

Der Sonntag verlief damit ohne Sieg nicht glücklich. Allerdings muss man sagen, dass wir eine tolle Deutsche Meisterschaft erleben durften, die uns unglücklicherweise mit dem Dresdener SC die Top-Mannschaft im Viertelfinale bescherte. Die Fans sind stolz auf die Leistung der Mädels, die sich bis zur Erschöpfung eingebracht haben und als Team einen hervorragenden Eindruck hinterlassen haben. Es ist immer wieder ein tolles Erlebnis und eine Belohnung für das tägliche Training an einer Deutschen Meisterschaft teilnehmen zu können. Vor allem, wenn sie so hervorragend organisiert und durchgeführt wird, wie wir es beim Moerser SC erlebt haben. Vielen Dank dafür.

Die sehr emotionale Siegerehrung mit einer Live gesungenen Nationalhymne hat dieses Turnier würdevoll beendet. Unser Glückwunsch geht an den Dresdener SC für einen beeindruckenden Gewinn der Deutschen Meisterschaft.

Der SSC wurde vertreten durch: Rica Tochtenhagen, Lea Hartmann, Pia Selke, Lea Vandrey, Anna-Lena Vogel,  Kira Moos, Lisa Wangemann, Anna-Lena Gerwien, Pauline Eichbaum, Alexandra Röder.

Trainer: Radek Krpac, Andreas Renneberg

 

Text + Bilder: C.S.