Für den Schweriner SC ist  die Ausgangslage wesentlich günstiger als im vergangenen Jahr. Da war schon nach zwei 3:2-Niederlagen gegen Stuttgart die Saison zu Ende. Doch die 50:50-Sicht ergibt sich auch aus den Verläufen der ersten beiden Spiele der diesjährigen Playoff-Halbfinalrunde. Im ersten Spiel in Schwerin legte der SSC los wie die Feuerwehr. Kaum zu glauben, dass es schon nach kurzer Zeit im ersten Satz 12:3 für den SSC stehen konnte. In Stuttgart startete der SSC einen ähnlichen Versuch und ging zu Beginn des Spiels 7:3 in Führung. Doch Stuttgart roch den Braten und unterband die Angriffsbemühungen des SSC mit gezieltem und treffsicherem Spiel. Annahme, Aufschlag und Zuspiel blieben beim SSC zu unpräzise und die Fehlerquote war bedenklich hoch. Wird das Umschaltspiel dem Schweriner SC im dritten und letzten Spiel der Playoff-Serie am Mittwoch, 19:00 Uhr, gelingen? Es wäre wohl ein falsches Herangehen, wenn man Stuttgart auch nur fünf Minuten das Heft des Handelns überlässt. Der SSC kann sich glücklich schätzen, eine starke Fan-Gemeinde hinter sich zu haben, die alles geben wird, um ihre Mannschaft siegreich aus der Arena zu tragen. Doch hinreißend spielen, kämpfen und an sich glauben in jeder Spielminute, das müssen die Mädels von Felix Koslowski schon allein. Wenn alles passt, gibt es keinen Grund, am Erreichen des Finales zu zweifeln. Für Stuttgarts neuen hauptamtlichen Geschäftsführer, Aurel Irion, hat der Verein schon jetzt sein Soll erfüllt. Der Schweriner SC noch lange nicht.

 

Fotos: EH Foto, MidiGrafie