„In der Vorrunde war auch Glück dabei, zwei Gegner waren nicht so stark“, sagte Trainer van der Mark. „Das entscheidende Spiel war das Viertelfinale gegen Berlin, darauf lag der meiste Druck, weil sich hier eben entscheidet, ob man um eine Medaille spielt oder nur um Platz 5. Der 2:1-Erfolg hier hat den Mädchen so viel Selbstvertrauen gegeben, dass sie mit Siegesgewissheit in die nächsten beiden Spiele gegangen sind.“ Und im Halbfinale erst Potsdam 2:0 und dann im Finale den USC Münster ebenfalls 2:0 bezwingen konnten. „Ich bin absolut zufrieden, vor allem mit der tollen Teamleistung, die die Mädchen gezeigt haben“, so der glückliche Trainer. „Es wäre aber auch nicht gegangen ohne die Unterstützung der Schulen, die unsere Spielerinnen bereitwillig freistellen und nicht ohne unsere Physiotherapeutin Katja Braun, die die Mädchen auf den Punkt so fit gemacht hat, dass sie die nötigen Leistungen auch abrufen konnten.“

Im heimischen Schwerin spielten zeitgleich die U20-Jungen des SSC – amtierende Landesjugendmeister MV und Norddeutsche Vizemeister – ebenfalls um die Deutsche Meisterschaft. Ihr Traum vom fünften Titel seit 2010 ging nicht in Erfüllung: Nach zwei Niederlagen und einem Sieg in der Vorrunde scheiterte das Team von Trainer Horst Holz in der Zwischenrunde am späteren Titelgewinner Gotha, belegte letztlich Platz 5. „Andere können eben auch Volleyball spielen, und wir haben vielleicht selbst ein paar Fehler zu viel gemacht. Bei allem Ehrgeiz muss man mit dem Ergebnis mehr oder weniger zufrieden sein“, bilanzierte Horst Holz. „Dafür habe ich in meinen 43 Jahren als Trainer noch nie eine so gut vorbereitete Meisterschaft erlebt, Dank und Respekt an die Organisatoren.“ Es war die erste Deutsche Meisterschaft des männlichen Nachwuchses, die in Schwerin ausgerichtet wurde.

 

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