Der Neue im Team

19. Juli 2012
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SSC: Davide, hast Du selber Volleyball gespielt?

Davide: Ja, ich habe im Alter von 10 Jahren mit dem Volleyball begonnen und war Zuspieler – zwar habe ich nicht in der höchsten Spielklasse gespielt, aber auch in den unteren Ligen war das Niveau hoch.

 

SSC: Für welche Vereine und Verbände hast Du bisher gearbeitet?

Davide: Ich habe bisher für den SC Postdam (2011/12), Junior Volley Casale Monferrato/Italien (2011/11) und Pordenone/Italien (2009/10) gearbeitet. Und im letzten Sommer habe ich die U18 Beachvolleyball-Nationalmannschaften begleitet.

 

SSC: Wie bist Du nach Deutschland gekommen?

Davide: Dass ich in Deutschland bin verdanke ich Alberto Salomoni (Trainer SC Potsdam). In der vergangenen Saison haben mir Alberto und Potsdam die Möglichkeit gegeben in der Bundesliga zu arbeiten. Das erste Jahr in Deutschland war toll und ich habe so viel von Alberto Salomoni und auch von Volker Knedel (Co-Trainer SC Potsdam) gelernt.

 

SSC:  Was magst Du am Volleyball besonders?

Davide: Ich finde es toll, wenn die Mädels all ihre Energie auf dem Spielfeld zusammenbringen. Das ist das beste Gefühl, das man als Trainer haben kann.

 

SSC: Wie unterscheidet sich das Leben in Italien von dem in Deutschland? Und was gefällt Dir in Italien besser und was in Deutschland?

Davide: Der größte Unterschied ist das Wetter. In Italien scheint die Sonne viel häufiger und es ist warm, so dass wir oft an den Beach gehen können und ich liebe das. Aber ich denke das Leben in Deutschland ist besser, weil hier alles gut funktioniert, die Dinge sind organisiert und es gibt nicht so ein Durcheinander wie in Italien. Die „Lebensqualität“ ist in Deutschland besser und ich lebe sehr gerne hier.

 

SSC: Welche Hobbies hast Du außerhalb der Sporthalle?

Davide: Mein allerliebstes Hobby sind Live-Konzerte. Ich liebe Live-Musik und wann immer es möglich ist, versuche ich Konzerte zu besuchen.

 

SSC: Warum hast Du Dich entschieden nach Schwerin zu kommen?

Davide: Schwerin gibt mir die Chance beim stärksten Team in Deutschland zu arbeiten, wir werden in der Champions League antreten und ich denke, dass zu jedem Spiel viele Zuschauer kommen werden. Ich werde hier Teun Buijs mit der ersten Mannschaft helfen und mit den jungen Mädchen des Vereins arbeiten. Das ist ein Traum für mich und ich konnte diese Chance nicht ungenutzt lassen.

 

SSC: Was versprichst Du Dir von Schwerin und der Arbeit beim SSC?

Davide: Ich bin ein junger Coach und muss mich noch verbessern. Ich möchte neue Erfahrungen sammeln und freue mich darauf. Ich möchte so viel wie möglich in dieser Saison für die Zukunft lernen. Auf der anderen Seite möchte ich meine Erfahrungen, die ich in Italien und von allen anderen gelernt habe, an das Team weitergeben.

 

SSC: Was sind Deine persönlichen Ziele der Saison und was möchtest Du mit der Mannschaft erreichen?

Davide: Die letzte Saison war für den SSC mit dem Gewinn des Pokals und der Meisterschaft unglaublich. Wir werden auf jeden Fall versuchen das zu wiederholen, aber das wird unglaublich schwer. Und nicht zu vergessen der Nachwuchs: wir möchten neue Spieler für die Bundesliga und die Nationalmannschaft aufbauen.

 

SSC: Wo liegt der Unterschied zwischen Volleyball in Deutschland und Italien?

Davide: Meiner Meinung nach ist die italienische „Schule“ besser bei der Vermittlung des Baggers und des Zuspiels. Deutsche Mannschaften sind im Block und Angriff stärker. Ich hoffe das hilft mir mehr zu lernen ein „kompletter“ Trainer zu werden.

 

SSC: Warum ist Volleyball in Italien populärer als in Deutschland?

Davide: In Italien ist Volleyball beliebter, weil es öffentlicher ist. Man kann viele Spiele im Fernsehen sehen, die Zeitungen schreiben oft über unseren Sport und aus diesem Grund gibt es mehr Unterstützung durch Sponsoren und somit mehr Geld, um gute Spieler zu verpflichten. Aber ich denke, dass Volleyball in Deutschland in einigen Jahren auf demselben Niveau sein kann, wie in Italien. Alle Vereine arbeiten hart und es wird mit jedem Jahr besser. Die Bundesliga ist ein toller Wettbewerb und ich kann es kaum erwarten, dass es endlich mit dem Team losgeht, welches im vergangenen Jahr Meister war.


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