Der Motor des SSC-Getriebes

27. Februar 2018
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© MidiGrafie

Wer mal einen Tag in der Geschäftsstelle der SSC Sport-Marketing GmbH erlebt, wird das Wort „geschäftig“ zukünftig ganz sicher mit dem Treiben in den Räumen neben der alten Schweriner Volleyballhalle in Verbindung bringen. Hier herrscht permanent Betrieb, um Verträge, Spieltagsorganisation, Reisen, Ausrüstung, Ticketverkauf, Sponsoring, Medienarbeit und so weiter für den Volleyballrekordmeister zu bewältigen. Das bedeutet viel Arbeit, vor allem aber viel Spaß in lockerer, freundschaftlicher Atmosphäre – und jede Menge Kaffee. Drei feste und zwei studentische Mitarbeiter (plus Praktikanten und Buchhaltung) bilden die engagierte Truppe im Hinterzimmer des SSC.

Andreas Burkard (34), Geschäftsführung
Universalspieler im Chefsessel

Der Volleyball zieht den unübersehbaren roten Faden durch den Lebenslauf von Andreas Burkard: von den Anfängen als Spieler im heimischen Frankenberg über diverse Trainer- und Teammanagerstationen u. a. in Suhl, als Leistungssportkoordinator im Landesverband Baden-Württemberg und, seit 2011, Vorsitzender der Deutschen Volleyball-Jugend (DVJ). Zahlreiche hessische Jugendmeistertitel finden sich hier, Beachvolleyball-Erfolge wie Thüringenmeister 2015 und sogar ein Schiedsrichter-Abschluss. Das Universalpaket hatte den SSC überzeugt, dass der Hesse der richtige Mann sei, um das Tagesgeschäft zu professionalisieren und übertrug ihm im Oktober 2015 die Verantwortung für die damals nur zweiköpfige Geschäftsstelle. Auf Dauer war das zu wenig Manpower, um die wachsenden Anforderungen der Liga, aber auch der Partner und Fans erfüllen zu können, immer erreichbar zu sein, notwendige Entscheidungen schnell zu treffen. „Die Arbeit hat sich außerdem sehr differenziert, wir brauchen qualifizierte Leute mit Fachwissen. Mit der jetzigen Struktur bin ich schon superzufrieden und glücklich“, sagt der 34-Jährige mit Blick auf die gestärkte Basis. Trotzdem ginge nichts ohne den SSC-eigenen „Rat der Weisen“, die ehrenamtliche Teamleitung. „Mit diesen acht Leuten haben wir einen unheimlichen Fundus an Weisheit und Volleyballwissen in Schwerin, der sich über Jahre gebildet und entwickelt hat. Das ist der Dreh- und Angelpunkt, die Stütze des Volleyballs in Schwerin“, stellt der Chef klar. Dort wiederum schätzt man den kumulierten Sachverstand der wachsenden Geschäftsstelle. „So können wir immer mehr Aufgaben abgeben und uns auf unseren Kern als beratendes Gremium konzentrieren“, sagt Jörg Retzlaff, seit 2012 in der Teamleitung dabei.

 

Peter Niepagen (30), Organisation
Ruhepol im Wusel-Kabinett

„Das ist jemand, der seine Arbeit sehr gewissenhaft, sachlich und ruhig macht“, lobte SSC-Präsident Johannes M. Wienecke schon wenige Wochen, nachdem Peter Niepagen (30) im August 2017 seine Stelle als Spieltags-Organisator in Schwerin antrat. Angesichts des enormen Wuselfaktors in der Geschäftsstelle ist das in der Tat eine Leistung. Herzblut und Leidenschaft lassen das wegstecken, auch die eher flexiblen Arbeitszeiten. „Das war ja von vornherein klar, dass das kein 9-to-5-Job ist, das ist keine Belastung“, bestätigt er charakteristisch gelassen. Stattdessen belohnt ein reibungsloser Spieltag, ein gelungenes Event in der Palmberg Arena für allen Aufwand. „Da sind wir schon auf einem sehr guten Niveau. Und wenn man an Spieltagen sieht, dass man die Leute damit glücklich machen kann, dass sie gern zu uns kommen, gern in der Arena sind, dass also gut angenommen wird, wofür man arbeitet, dann ist das schon schön.“ Als Organisator bekommt der Schweriner zwar oft nur Bruchstücke vom eigentlichen Match eines Abends mit, trotzdem fühlt er immer auch mit dem Team mit, sei es in nervenaufreibenden Hochphasen „So ein 35:33-Satz wie gegen Stuttgart geht schon ans Eingemachte.“ oder bei herben Niederlagen. „So ist Sport nun mal, man kann ihn halt nicht programmieren“, weiß der ehemalige Leistungssportler, dessen Name Schweriner Sportfans schon lange ein Begriff ist: als Handball-Torwart für seinen Heimatverein Mecklenburger Stiere (respektive SV Post Schwerin). Bis 2014 hat der 30-Jährige 15 Jahre lang gespielt, auch im Ausland (Italien). Die Praxis als Sportler hat er mit einer kaufmännischen Ausbildung und einem Sportmanagement-Studium bei der „WINGS-Fernstudium“ in Wismar fundiert abgerundet – ein perfektes Paket für den SSC.

 

Hanna Jehring (32), Sponsoring und Ticketing
Weltenbummlerin im Heimathafen

Früher spielte Hanna Jehring, seit Oktober 2017 für Sponsoring und Ticketing beim SSC zuständig, selbst in Hagenow in der Landesliga Volleyball. „Eine Sporthalle als Arbeitsplatz finde ich da durchaus charmant“, sagt die 32-Jährige. Überhaupt sei sie hier daheim „glücklicher als gedacht“. Nicht, dass es der gebürtigen Ludwigslusterin in der Heimat nie gefallen hätte. Aber nach einem Jahrzehnt voller Weltenbummelei muss man erst mal üben, sesshaft zu sein. Begonnen hatte einst alles mit einem Schüleraustausch in Brasilien. Vor allem die entspannte „Das kriegen wir schon irgendwie hin“-Haltung der Brasilianer blieb an ihr hängen und trug sie, beginnend mit dem Kulturwissenschafts-Studium in Lüneburg, durch nahezu abenteuerliche Twens mit Stationen bei der FIFA, einem Autobauer, beim Radio und einem Reisekonzern, einem Auslandssemester in Griechenland, Arbeiten in Hamburg, Wien und Paris. Hanna organisierte Veranstaltungen, Shows, betreute für die UEFA Sponsoren und Sportler, spricht fließend Englisch, Portugiesisch, Französisch und ein bisschen Griechisch. Zurück nach Hause brachte sie im Sommer 2016 schließlich die Familie: Mit Baby ist man im heimischen Netzwerk eben besser aufgehoben – auch beim flexiblen SSC, wo Hanna familienfreundlich in Teilzeit arbeitet, beispielsweise die Sponsorenreise zum Europapokalspiel in Le Cannet wuppte. Mitten in den laufenden Betrieb eingestiegen, freut sich die einzige Frau in der Geschäftsstelle schon auf die Erfahrung, „im Sommer die Vorbereitung der neuen Saison mitgestalten zu können, hoffentlich auch mal mehr von der Nationalmannschaft mitzubekommen.“ Mit ihren vielen Erfahrungen, sagt Jörg Retzlaff aus der SSC-Teamleitung, „ist sie auf jeden Fall ein Glücksfall für uns!“

 

Christoph Schmidt (31), Presse
Sportmarketing im Praxistest

Eigentlich studiert Christoph Schmidt in Wismar Betriebswirtschaft mit Spezialisierung auf Marketing und Personalmanagement. „Nur ein reiner Bürojob in einer Personalabteilung wär für mich aber megauninteressant und langweilig“, sagt der 31-Jährige, der vor dieser Neuausrichtung schon Bäcker war. Die Gelegenheit eines Praktikums beim SSC nahm er im Mai 2016 deshalb gern wahr – und hatte im damaligen noch kleineren Dreierteam ausreichend Gelegenheit, sich in allen Bereichen einer Geschäftsstelle auszuprobieren. Mehrere Versuche, sich wieder hundertprozentig dem Studium zu widmen, schlugen bislang fehl, immer noch ist der gebürtige Sachsen-Anhaltiner zwei Tage pro Woche, hauptsächlich an Spieltagen, für den SSC am Ball. Den permanenten Trubel hier mag er gern, den engen Kontakt zum Team, die stete Nähe zum Sport – für ihn eine deutliche Verbesserung zu acht Stunden abgeschirmt sein in einer Backstube. Auch wenn in der Geschäftsstelle grundsätzlich jeder Anwesende eine grad zu erledigende Aufgabe in die Hand gedrückt bekommen kann, ist Christoph Schmidts Hauptaufgabe mittlerweile die Koordination der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Als Bindeglied zwischen Medienleuten und Mannschaft fühlt er sich wohl. „Man bekommt einen guten Einblick hinter die Kulissen der Medien, und es schult auch sehr die organisatorischen Fähigkeiten, das Vorausplanen und rechtzeitige Eintakten von Terminen.“ Einsätze beim Nachwuchs wie zu Wettkampfreisen geben zudem Input, welche Kommunikationskanäle bei der Jugend so funktionieren. Im Frühjahr 2018 soll das Studium nun ins Ziel gebracht werden. Konkrete Pläne für danach gibt es noch nicht. Der professionelle Sport soll aber definitiv das Wirkungsfeld bleiben.

 

Florian Thamm (29), Neue Medien/LED
Volltreffer im Netz

Die Entscheidung, aus Göttingen nach Schwerin zu kommen, war für Florian Thamm ein Schnellschuss – kaum zehn Tage lagen Ende August 2017 zwischen Angebot und dem Start als dualer Student beim SSC. Dabei hatte der angehende Masterstudent im Sportbusiness Management den Volleyball eigentlich gar nicht als Berufsfeld im Visier, gilt seine große Liebe doch dem Fußball. „Ich bin trotzdem sehr froh, hier zu sein, ich kann hier viel bewirken und mitnehmen, Theorie in Praxis umsetzen, kreative Ideen einbringen und kann diese in Abstimmung eigenverantwortlich umsetzen.“ Dabei zielt der 29-Jährige für den SSC vor allem auf Treffer im Netz: Neben Ausrüstung, LED-Banden Management und Fanclub-Betreuung kümmert er sich in erster Linie um den Bereich Neue Medien. Der Mehrwert für den Fan steht dabei für ihn an erster Stelle.  Durch Gewinnspiele, Interviews mit Spielerinnen und Trainern, Rubriken wie „SSC on fire“ und Informationen am Spieltag soll ein Zusatznutzen für den Fan generiert werden. „Den meisten Traffic hat man oft nach einem gewonnen Match“, hat er festgestellt. „Grundsätzlich nehme ich mir auch gern die Zeit und beantworte jeden Kommentar unter den Posts. Wir wollen die Fans noch mehr mit ins Boot holen und freuen uns über jeden Kommentar.“  Seit Beginn seiner Tätigkeit sind erste Erfolge zu erkennen. Gestiegene Interaktionen, Reichweite und Seitenaufrufe sowie positives Feedback von den Fans bestätigen dieses. Für die LED-Banden und Leinwände in der Palmberg Arena gestaltet der gebürtige Bad Harzburger sämtliche visuellen Darstellungen. Am spannendsten ist für ihn allerdings das Thema strategische Markenentwicklung: „Markenmanagement beim SSC Palmberg Schwerin will er hier in den nächsten Jahren integrieren um den Markenaufbau des Vereins voranzutreiben.“

ssc-intern [kawi]


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