Denkwürdiger Abend in Aachen

21. Januar 2018
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© Eckhard Mai

Wenn sich nach Ende eines Spieles beide Mannschaften gemeinsam vom enthusiastischen Publikum feiern lassen, muss besonderes passiert sein. Auch der wiederum hochmotivierte Hallensprecher Andre Schnittker war vollkommen aus dem Häuschen, fand aber auch die richtigen tröstenden Worte für sein Heimteam nach dem dramatischsten Spiel der aktuellen Saison.

In einem hochklassigen Tiebreak konnte sich der SSC Palmberg mit 25:23 durchsetzen, und damit den Auswärtssieg perfekt machen. Das gesamte Spiel war ein Wechselbad der Gefühle, im ersten Satz profitierte unser Team von der hohen Fehlerquote der Ladies in Black (12 Eigenfehler) und sicherten sich den Satz im Schnelldurchgang mit 25:15. Besonders Greta Szakmary war im Angriff kaum zu bremsen, machte im ersten Satz 7 Punkte aus 8 Angriffen. Aachen senkte seine Fehlerquote und erhöhte die Aggressivität im Aufschlag, unsere Annahme wackelte bedenklich, auch im Angriff lief nicht viel zusammen, lediglich 5 Angriffspunkte im zweiten Satz waren dann deutlich zu wenig. Aachen konnte vor der 10-Minuten-Pause den Satzausgleich wiederherstellen.

Die Pause schien dann unserem Team gut getan zu haben, schnell führte man mit 8:1. Doch das Heimteam kämpfte verbissen weiter. Wie erwartet waren die Aussenangreiferinnen Adams und Oude Luttikhuis mit schnellen Bällen von Position 4 die Hauptgefahr. Auf Schweriner Seite nun ein paar Fehler zu viel, Aachen konnte beim 9:7 den Anschluss wiederherstellen. Trainer Koslowski wechselte beim Stand von 20:20 für Jennifer Geerties die Serbin Jelena Oluic ein, die sich im Angriff besser gegen den guten Aachener Block durchsetzen konnte. Angriffsfehler von Louisa Lippmann und Lauren Barfield brachten Aachen den dritten Satz.

Im vierten Satz dominierte nun wieder unser Team, auch Louisa fand endlich Lösungen im Angriff. Auf Aachener Seite schienen aufgrund des Mittwochsspiels gegen Stuttgart etwas die Kräfte zu schwinden, zudem brachte der Wechsel zu Denise Hanke im Zuspiel neuen Angriffsschwung. Mit einem deutlichen 25:18 ging es in den Tiebreak.

Dieser allein war dann das Eintrittsgeld wert, Schwerin zunächst dominierend, über die Stationen 8:3 und 11:6 schien alles auf einen Sieg hinauszulaufen. Doch das Aachener Team kam unter lautstarker Unterstützung des Publikums zurück ins Spiel, Aachens Block war kaum noch zu überwinden, und gegen die Aussen fand unsere Feldabwehr kein Mittel. Spätestens beim 13:13 hielt es dann niemandem mehr auf seinem Sitzplatz, nach einem vermeintlichen Angriffsfehler von Aachen beim Stand von 16:15 feierten unsere Mädels bereits den Sieg, doch im Nachhinein wurde auf Blocktouch entschieden. Nun ging es erst richtig zur Sache, Schwerin hatte 8 Matchbälle, Aachen brachte aber immer seinen Sideout durch. Beim 21:22 und 22:23 plötzlich Matchbälle für Aachen, nachdem sie zuvor zweimal geblockt wurde fand nun Jelena Oluic zwei gute Lösungen an der Linie und brachte den 9. Matchball, Denise Hanke machte mit einem Ass den Sack zu.

ssc-intern [OG]


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